✕

Dominik WEBER im Interview

Sieben Spiele & zwei Hochzeiten - "Schon eine Herausforderung"



26.08.2015 / FUSSBALL - Sechs Punkte, Rang sieben und ein Spiel weniger auf dem Konto als die Konkurrenz lassen den Hünfelder SV in der Verbandsliga besser dastehen, als es die Tabelle vermuten lässt. Vor dem Spiel gegen das Tabellenschlusslicht Eschwege (Mittwoch, 18:30 Uhr) haben wir mit Trainer Dominik Weber eine kleine Bilanz gezogen. Er berichtet von harten Wochen mit zwei Hochzeiten, Verletzten, die zurück kommen und dem bestehenden Saisonziel Aufstieg.

ON|Sport:
Vor der Saison haben Sie ein Ziel ausgerufen, nämlich eine Steigerung zum Vorjahr. Letztes Jahr war es Platz zwei, also kann ja nur der erste Rang folgen. Wie zufrieden sind Sie mit dem Saisonstart?


Dominik Weber: Wir hatten zwei Heimspiele, die wir beide gewonnen haben. Bei Hessen Kassel II haben wir zwar 1:3 verloren, aber ich war mit der Mannschaftsleistung völlig zufrieden. Das Spiel hätte auch für uns ausgehen können - mit ein bisschen Glück bauen wir unsere 1:0-Führung aus und hätten dann neun Punkte gehabt. Von daher gesehen können wir mit dem Start schon zufrieden sein. Natürlich muss sich eine Mannschaft zum Saisonstart immer wieder neu finden.

Der August hieß für euch sieben Spiele in 29 Tagen und on top noch zwei Hochzeiten - an dieser Stelle auch herzlichen Glückwunsch! Wie hat die Mannschaft die Mammut-Wochen überstanden?

Zum Glück haben da der Verein und unsere Gegner immer gut mitgespielt, dass wir Spieltermine so legen konnten, dass nichts mit Feierlichkeiten kollidiert ist (lacht). Das war schon eine Herausforderung, ich habe mich auch bei der Mannschaft bedankt. Ich hoffe, dass wir jetzt in unseren Rhythmus reinkommen und unser Ziel - uns da oben zu etablieren - realisieren können. Kevin Krieger spielt auch bald wieder, da kommt noch einmal Qualität in die Mannschaft und auch Daniel Orth fängt mit dem Training an.

Ein fittes Team braucht es auch, wenn man gleich auf drei Hochzeiten tanzt...

Ja wir sind im Kreispokal eine Runde weiter, im Hessenpokal haben wir zwei Runden überstanden, der Plan mit Meisterschaftsspielen ist auch relativ voll - das fordert die Mannschaft schon. Im Hessenpokal wollen wir zu Hause gegen Korbach natürlich eine Runde weiter, weil dann wahrscheinlich Hessen Kassel in die Rhönkampfbahn kommen würde. So ein Highlight-Spiel mit großer Kulisse gegen einen Regionalligisten wäre schon etwas Besonderes.

Stichwort Highlights: in der Hessenliga jagt ein Derby das nächste und das mit tausenden Zuschauern. Wie sehr trauern Sie dem verpassten Aufstieg nach?

Natürlich machen wir das, aber wir hatten leider das Pech in der Dreierrunde auf einen schir übermächtigen Gegner zu treffen. (lacht) Wenn man auf die Tabelle der Hessenliga schaut, sieht man, was RW Frankfurt für eine Qualität hat. Da braucht man schon eine perfekte Woche, um da den Aufstieg zu schaffen. Wir wollen aber nicht dem nachtrauern, sondern lieber in dieser Saison Gas geben und das Ziel Hessenliga-Aufstieg in Angriff nehmen.

Kommen wir zum aktuellen sportlichen Geschehen: mit Hessen Kassel II, Steinbach und Schwalmstadt haben sich die üblichen Verdächtigen an der Tabellenspitze versammelt. Die schweren Brocken kommen aber erst später, warten in den kommenden Wochen nur die Pflichtaufgaben?

Ich sag mal Eschwege hinkt den Erwartungen in dieser Saison etwas hinterher. Sie mussten einige Stammspieler abgeben, aber die Achse, die die Stärke von Eschwege ausmacht, ist noch da. Also ist Eschwege mit Sicherheit stärker als die zwei Punkte, die die Tabelle gerade aussagt.

Also kein Kanonenfutter...?

Nein, wir haben da sicher eine schwere Auswärtsaufgabe. Wir wollen jedoch, und das muss klar sein, so spielen, dass wir etwas mitnehmen.

Vielen Dank! (Julius Böhm) +++


X