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Flucht nach vorne

Bad Soden und Steinbach pflegen einen offensiven Fußball

Auf Steinbachs Verteidiger um Steffen Trabert (li.) könnte viel Arbeit zukommen
Archivfoto: Julius Böhm

14.08.2015 / FUSSBALL - Es könnte ein spektakuläres Spiel werden. Die SG Bad Soden empfängt am Sonntag (16 Uhr) in der Verbandsliga den SV Steinbach. Beide Mannschaften pflegen eine offensive Ausrichtung und suchen die Flucht nach vorne. "Wir werden nach vorne spielen, das ist unsere Stärke und wollen unser Heimspiel gewinnen. Egal, wer kommt", verspricht Bad Sodens Trainer Sead Mehic.


Seine Schützlinge haben als Aufsteiger einen guten Auftakt gefeiert und das Heimspiel letzte Woche gegen Rothwesten mit 2:1 gewonnen. Nun wartet also das zweite Spiel auf eigenem Platz gegen den SV Steinbach, der zum Kreis der Titelanwärter gezählt wird. "Steinbach ist ein ähnlicher Gegner wie Oberrad und hat eine sehr gute, sehr robuste Mannschaft. Sie stehen kompakt und wollen schnell nach vorne umschalten. Das heißt für uns, dass wir genauso wie im Pokal auftreten müssen", spricht Mehic die Begegnung im Hessenpokal an. Dort haben sich seine Mannen gegen den Hessenligisten Oberrad mehr als gut verkauft und am Ende unglücklich mit 0:2 verloren. "Ich denke, dass die Jungs noch enttäuscht sind, weil wir ein gutes Spiel abgeliefert haben und mehr drin war. Aber wir nehmen das Gute mit und wollen die Fehler, die wir gemacht haben, abstellen", hackt Mehic die Partie ab und blickt nach vorne. Seine Schützlinge starten mit drei Heimspielen in Serie in die Spielzeit und möchte diese Begegnungen nutzen, um eine solide Basis für eine erfolgreiche Spielzeit zu legen.

Genau anders herum hat es den SV Steinbach erwischt. Der hat seine ersten beiden Spiele auswärts bestritten und darf nun schon wieder auf fremdem Platz antreten. Erst nächste Woche steht das erste Heimspiel gegen Rothwesten auf dem Programm. "Das ist nicht schön, weil gerade im Sommer einige Zuschauer mehr kommen als im Herbst", beklagt Trainer "Kalle" Müller die ungewöhnliche Ansetzung, ergänzt aber: "Wir müssen damit leben und das Beste daraus machen." Und das haben seine Schützlinge bisher getan und zwei Siege eingefahren. "Von der Leistung bin ich absolut zufrieden. Wir hatten in Baunatal, das sich mit mehreren Akteuren aus der ersten Mannschaft verstärkt hatte, einen starken Auftaktgegner und in Schauenburg mussten wir über 90 Minuten das Spiel machen", ist Müller mit dem Start vollauf zufrieden. Nur die Chancenverwertung sei bei Aufsteiger Schauenburg ausbaufähig und Ansatz zur Kritik gewesen. Nun steht gleich das nächste Gastspiel bei einem Aufsteiger an. Die SG Bad Soden schätzt "Kalle" Müller als "starken Gegner mit erfahrenen Spielern" ein, die "am Ende unter den ersten fünf" landen könne. (Tobias Herrling)+++

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