"Kein normaler Aufsteiger"
Lehnerz vor Härtetest in Watzenborn-Steinberg - REITH fehlt weiterhin
Archivfoto: Julius Böhm
07.08.2015 / FUSSBALL -
Same procedure as every year: dass der TSV Lehnerz nur schwer in die Saison kommt, hat beinahe schon Tradition. So auch dieses Jahr, als der Auftakt gegen Borussia Fulda in den Sand gesetzt wurde. Einen Spieltag später sah es dann schon besser aus und das Heimspiel gegen Lohfelden wurde knapp mit 1:0 gewonnen. "Alles wie immer", lacht dann auch Trainer Henry Lesser als er auf den Saisonstart angesprochen wird.
Dass seine Truppe mit Problemen in der Anfangsphase zu kämpfen hat sei für ihn ganz normal und auch kein Grund zur Aufregung. "Wir trainieren viel in der Vorbereitung und dieses Jahr hatten wir durch die Relegation kaum Pause", begründet Lesser und ergänzt: "Das war auch psychisch eine wahnsinnige Belastung." Mit dem 1:0-Erfolg über Lohfelden hat Lehnerz die zweite Niederlage und einen Fehlstart verhindert. "In so einem Spiel zählt nur der Sieg, weil man nach einer Auftaktniederlage immer etwas Druck verspürt. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet, aber nicht genutzt, dann hätten wir es etwas leichter gehabt", entgegnet Henry Lesser auf die Frage, wie zufrieden er denn mit der Leistung im letzten Spiel gewesen war.
Nun gastiert der TSV in Watzenborn/Steinberg bei der gastgebenden Teutonia. Der Aufsteiger hatte in der letzten Woche ein Zeichen gesendet und in Alzenau gewonnen. Ein Zeichen, das für Lesser nicht überraschend kommt. "Das hat mit einem normalen Aufsteiger nichts zu tun", spricht er die enorme Qualität der Hausherren, die sich mit einigen Regional- und Oberligaerfahrenen Spielern verstärkt haben, an. "Das wird ein ganz anderes Spiel als gegen Lohfelden. Eigentlich müssen wir ja nichts anders machen, wir haben das letzte Spiel gewonnen", sagt Lesser und erwartet einen offensiven Gegner. Bis auf Sebastian Bartel (beruflich verhindert) und Alex Reith (verletzt) steht ihm der komplette Kader zur Verfügung. "Das ist ein Auswärtsspiel. Wenn wir einen Punkt holen, ist das in Ordnung", weiß der ehemalige Profi um die schwere der Aufgabe. Hinten sicher stehen und vorne versuchen, die Möglichkeiten zu nutzen, das sei die Marschroute, um in Watzenborn bestehen zu können. (Tobias Herrling)+++