Gegen den Trend
Flieden startet verspätet - VOLL: "Wollen nicht Trübsal blasen"
Archivfoto: Julius Böhm
07.08.2015 / FUSSBALL -
Jetzt darf auch der SV Flieden in die Hessenliga-Spielzeit eingreifen: Nachdem das erste Spiel in Watzenborn ausgefallen war und letzte Woche ein spielfreies Wochenende auf dem Plan stand, darf die Truppe von Meik Voll endlich in das Geschehen eingreifen. "Wir hatten jetzt zwei Wochen mehr Zeit, Kleinigkeiten einzustudieren und Feinheiten abzustimmen. Das ist mit Sicherheit kein Nachteil", gewinnt Fliedens Trainer der verlängerten Vorbereitung durchaus Positives ab.
Das Gastspiel in Lohfelden wird auch ein Kampf gegen die Statistik werden, denn beim FSC gingen die Buchonen in den letzten Jahren stets leer aus. In der abgelaufenen Spielzeit setzte es gar eine herbe 1:5-Klatsche. "Lohfelden ist die Mannschaft, bei der wie auswärts noch nie was geholt haben in den letzten Jahren. Diese negative Serie wollen wir jetzt natürlich brechen", will Voll den Trend der letzten Jahre beenden. Er sieht seine Mannschaft in einem guten Zustand, um aus Lohfelden zählbares mitzunehmen: "Ich denke, wir sind besser vorbereitet und werden das Ergebnis aus dem Vorjahr nicht wiederholen." Meik Voll kam in der verlängerten Vorbereitung die Spiele im Kreispokal entgegen. "Wir hatten zum Glück die Pokalspiele, um in den Rhythmus zu kommen und den Wettkampfcharakter herzustellen. Wenn du nur auf dem Trainingsplatz stehst, ist das auch nicht das Beste", zieht Voll ein positives Fazit aus den Spielen gegen die meist unterklassige Konkurrenz.
Personell hat Voll vor dem Auftakt einige Ausfälle zu beklagen. Mohammed Habaqza (Urlaub), Lukas Heil (Gleitwirbel), Leonardo Kovacevic (krank), Sebastian Dinov (verletzt) und Sascha Rumpeltes (krank) werden den Kickern aus dem Königreich nicht zur Verfügung stehen. "Deswegen haben wir aber einen 23-Mann-Kader. So können wir Woche für Woche aus dem Vollen schöpfen und Ausfälle verkraften“, blickt der Flieder Trainer dennoch optimistisch Voraus. Meik Voll habe den samstäglichen Gegner zuletzt in Lehnerz beobachtet und geht von ein anderem Auftreten des FSC aus. "Sie werden bestimmt nicht so defensiv wie gegen Lehnerz spielen", geht er von einem offensiven Gegner aus. Die eigene Marschroute sei daher klar: "Die Null muss stehen und vorne sind wir mit Schaub, Proschke und Gaul gut aufgestellt, da werden wir definitiv etwas auf die Beine stellen. Aber die Defensive muss zunächst sicher stehen." Wenn das gelinge, stünden die Chancen gut, zum Auftakt zählbares mit auf die lange Heimreise zu nehmen. "Die Jungs sind heiß und ich glaube nicht, dass wir auf der langen Busfahrt Trübsal blasen wollen“, sagt Meik Voll lachend. (Tobias Herrling)+++