Künzell empfängt Bachrain
Derby mit Gegensätzen? - "Wären mal an der Reihe"
Archivfoto: Julius Böhm
01.08.2015 / FUSSBALL -
Im Fuldaer Raum ist es die "Mutter aller Derbies", aus Sicht des am Samstag (17 Uhr) gastgebenden TSV Künzell ist es halbjährliche Ernüchterung. In den letzten vier Gruppenliga-Duellen gab es nur ein mickriges Pünktchen für das Team von Marcel Müller - vor allem aber hagelte es jede Menge Häme vom ungeliebten Nachbarn Bachrain.
"Viel schlechter kann unsere Bilanz ja nicht mehr werden", lachte Marcel Müller über die letzten Resultate, "irgandwann sind wir ja mal wieder an der Reihe mit dem Derbysieg." Die Zuschauer erwartet am Samstag ein Derby der Gegensätze. Künzell in der einen Ecke - zurückhaltende Ansprüche, ein durchwachsener zehnter Platz im Vorjahr und vor allem jede Menge Verletzungssorgen. In der Anderen der TSV Bachrain - auf dem Transfermarkt aktiv, von der Konkurrenz zum Mitfavoriten erhoben, auch wenn man im letzten Jahr nur einen Platz vor dem ungeliebten Nachbarn stand.
Generalprobe ging in die Hose
Sein Gegenüber Sven Bednarek sieht das ganz anders: "Es ist der erste Spieltag, die Standortbestimmung, Künzell hat den Heimvorteil und es ist ein Derby", zählt er auf, warum vieles eher für Künzell spricht, "sie haben das eingespieltere Team. Ich hatte in der Vorbereitung Probleme, die Mannschaft auf den Platz zu bekommen, die bei mir im Hinterkopf schlummert." Fehlende Spielberechtigungen und eine durchwachsene Trainingsbeteiligungen hätten eine optimale Vorbereitung verhindert.
Während die Konkurrenz die Grün-Weißen zu den Aufstiegsaspiranten zählt, backt Bednarek vor dem Derby kleinere Brötchen: "Wir haben eigentlich nur Abgänge adäquat ersetzt und nicht groß eingekauft, wie man immer so hört. Deshalb ist das alles nicht so einfach. Ich will aber nicht schwarzmalen: wir freuen uns auf das Derby und wollen natürlich auch als Sieger vom Platz gehen." (Julius Böhm) +++