Neuer Trainer, alte Ziele
Für Niederaula/Hattenbach zählt der Klassenerhalt - PFALZGRAF als Fels in der Brandung
Foto: Hans-Hubertus Braune
28.07.2015 / FUSSBALL -
Zwei Punkte trennten die SG Niederaula/Hattenbach in der letzten Saison vom Abstieg. Die Saison hatte für die Mannschaft von Norbert Rickert ein gutes Ende. Rickert stand für ein weiteres Jahr jedoch nicht zur Verfügung und so machten sich die Verantwortlichen auf die Suche nach einem Nachfolger. Die Wahl fiel auf Thomas Willems, der als Aktiver schon für Niederaula gespielt und zuletzt im Juniorenbereich beim JFV Aulatal tätig war.
"Für mich als Trainer ist das natürlich eine enorme Umstellung. Die taktischen Herausforderungen und die Intensität ist bei den Senioren deutlich höher", beschreibt Willems die Unterschiede. Er müsse das richtige Maß in der Trainingsgestaltung noch finden, gibt der neue Übungsleiter zu. Der größte Unterschied zwischen Jugend- und Senioren sei für Thomas Willems die Tatsache, dass "du den Kindern etwas bieten musst, während die Herren dich fordern."
Im Aufgebot der SG Niederaula/Hattenbach gab es in der Sommerpause einige Veränderungen, schließlich stehen den fünf Abgängen acht Neuzugänge gegenüber. Von diesen zeigt sich Thomas Willems in der bisherigen Vorbereitung angetan, hätten sich doch allesamt gut in der Mannschaft eingefügt. Große Stücke hält der neue Trainer vor allem auf Daniel Pfalzgraf, der der Mannschaft "sofort weiterhelfen" werde. Pfalzgraf kam von der SG Hessen/Spvgg. Hersfeld und soll künftig "der Fels in der Brandung" sein und der Defensive zu mehr Stabilität verhelfen.
Seinen Kader schätzt Thomas Willems als stark genug ein, um den Klassenerhalt zu sichern, insgeheim schielt man in Niederaula auf das gesicherte Mittelfeld. Willems bemängelte jedoch, mit 17 Mann ein relativ dünnes Aufgebot zu besitzen. "Das kann reichen, aber nur, wenn sich keiner ernsthaft verletzt", so Willems, der von einem "Hauen und Stechen" ausgeht. Um erneut den Klassenerhalt zu schaffen, setzt der 43-jährige Übungsleiter den Hebel vor allem in der Offensive an. Denn mit gerade einmal 38 erzielten Treffern in der vergangenen Spielzeit besaß Niederaula den zweitschlechtesten Angriff der Gruppenliga. (Tobias Herrling)
Andreas Kurz (SG Sorga/Kathus)
Florian Hemel (SG Mühlbach/Raboldshausen)
Steffen Kanngießer, Marcel Heiße (beide Rotenburg/Lispenhausen)
Daniel Pfalzgraf (SG Hessen/Spvgg. Hersfeld)
Antonius Kutschke, Sven Maier, Dragi Muratovic (alle eigene Jugend). +++