"Anstrengend aber auch lustig"
Haselbacher MTB-Team-Biathlon rund um das Schützenhaus
Fotos: ara
19.07.2015 / BISCHOFSHEIM -
Bei idealen Radfahrbedingungen – trocken, warm, aber nicht zu heiß - ging der 3. Haselbacher-MTB-Team-Biathlon über die Bühne, bzw. über die Strecke. Wiesenwege, Schotterabschnitte, eine frisch geschobene Erdtrasse und eine steile Grasabfahrt zwischen leuchtend gelbem Johanniskraut und duftendem Steinklee – das alles wurde den 24 teilnehmenden Teams geboten. Leider eine sehr niedrige Teilnehmerzahl angesichts der Tatsache, dass die Veranstaltung eine von vieren des Hessisch-Bayrischen Biathlon-Vierers darstellt.
Die Organisatoren der Schützengesellschaft Bischofsheim und des RWV Haselbach hatten wieder keine Mühen gescheut, der Veranstaltung den passenden Rahmen zu schaffen. Diejenigen, die zur Veranstaltung gekommen waren, bekundenden ihre Freude daran. Alexandra Ballweg vom TSV Poppenhausen hat es „richtig Spaß gemacht“, ihre Teampartnerin Christine Seng beurteilte die Strecke als sehr schön und kommt gerne wieder. Ewald Simon vom WSV Oberweißenbrunn definiert die Piste über den ehemaligen Bauschuttplatz als „selektive Strecke“, die ihn gefordert hat.
Tatsächlich hatte es der Abschnitt in sich. Die seit Wochen anhaltende trockene Witterung hatte gute und schlechte Seiten für die Route; der frisch planierte Bereich am höchsten Punkt der Strecke war trocken und gut befahrbar. Der weitere Verlauf der Piste mit grandiosem Panorama mündete in einer engen Linkskurve mit starkem Quergefälle einer frisch gemähten staubtrockenen Wiesenspur. Hier hatten einige Radler durch ihre Einfahrtsgeschwindigkeit mit dem Wegrutschen zu kämpfen und manch einer stürzte hier. Die Bergwachtleute, die wieder als Rettungsdienst zur Verfügung standen, hatten sich wohlweislich bereits hier postiert, mussten allerdings glücklicherweise nicht eingreifen.
Ein besonderes Team sei zu erwähnen: Stefan und Ben Seidel, Vater und Sohn starteten im Team, wobei der Elfjährige aufgrund seines Alters die kürzere Runde über 3,5 Kilometer hätte fahren dürfen. Er entschied sich aber gemeinsam mit seinem Vater das Hauptrennen zu absolvieren und die anspruchsvollere Route zu fahren. Für die Organisatoren kein Problem, einer der Laserschießstände wurde für das Hauptrennen stehen gelassen, sodass Ben – seinem Alter entsprechend – hier die Schießeinlage machen konnte. Gerne stellten sich die beiden nach dem Rennen zum Zielfoto, über das ganze Gesicht strahlend. Vater Stefan hatte die Teilnahme der beiden als „ohne Siegambitionen aber mit Leidenschaft und Spaß an der Sache“ angekündigt. Spaß hatten die beiden und Bens Statement war kurz und prägnant: „Es war manchmal anstrengend, aber auch total lustig“, da muss man wohl nichts mehr hinzufügen. (ara) +++