Neuer Trainer, neuer Weg
FSV Thalau strukturiert sich neu - "So schnell wie möglich 40 Punkte"
Foto: Tobias Herrling
11.07.2015 / FUSSBALL -
Jörg Meinhardt ist der neue starke Mann an der Seitenlinie des FSV Thalau. Er übernahm im Sommer den Gruppenligisten von Frank Schlieck, der nach der Entlassung von Gerhard Wiegand und dem Rücktritt von Andreas Möller im Winter die Mannschaft interimsweise trainiert hatte. Unter Schlieck landete der FSV am Ende der Spielzeit im gesicherten Mittelfeld. "So schnell wie möglich 40 Punkte holen. Wenn man das packt, kann man die Ziele auch verändern", beschreibt Meinhardt die Marschroute für die kommende Saison.
Während der Sommerpause habe sich in der Mannschaft und im Verein einiges getan. "Wir haben neu strukturiert. Die Mannschaft und der Verein setzen in erster Linie auf Leute aus der heimischen Region", erklärt der langjährige Trainer von Borussia Fulda den neuen Thalauer Weg. Dementsprechend wurden auch die Neuzugänge ausgewählt, die allesamt junge, entwicklungsfähige Akteure seien und teilweise aus der Jugend hochgezogen wurden. "Wir wollen den Verein so aufgestellt sehen, dass wir in Zukunft eine Mannschaft - auch wenn es mal einen Trainerwechsel gibt - haben, die zusammen bleibt", führt Jörg Meinhardt weiter aus.
Schnellstmöglich die Neuen zu integrieren und das System für jeden Einzelnen zu verinnerlichen - darauf lege Meinhardt in der Vorbereitung sein Hauptaugenmerk. Auf ein festes Spielsystem habe er sich nicht festgelegt, er verlangt Flexibilität von seinen Schützlingen. Er möchte aber sehen, dass seine Mannschaft im Raum verteidigt. "Das macht heute jede Mannschaft in der Gruppenliga - oder sollte es zumindest. Vom alten mannbezogenen Spiel ist man weg. Man versucht immer, dem Gegner Raum und Zeit zu nehmen", so Meinhardt.
Dass vier Spieler den Weg von Thalau zum Rivalen Rothemann genommen haben, nahm Jörg Meinhardt gelassen auf. "Das stand schon frühzeitig fest. Es ist zwar schade, dass es gleich eine ganze Truppe ist, aber unterm Strich ist es so im Fußball: Du musst damit leben und es akzeptieren." (Tobias Herrling)+++