Peek & Cloppenburg, KFC und Starbucks?

Vesta und Citymarketing fragen Bürger nach ihren Wünschen



23.06.2015 / FULDA - Wie sollte unsere Innenstadt aussehen? Was wollen wir dort machen? Wo kann sie noch schöner werden? Die Bürger und Besucher Fuldas haben auf diese Fragen durchaus klare Antworten. Während des Stadtfestes war der Aktionsstand „Deine Ideen für die Innenstadt“ regelmäßig von Menschen umlagert, die sich mit ihren Vorstellungen für die Innenstadt einbringen wollten. Die gemeinsame Aktion der Vereine Vesta und Citymarketing Fulda sammelte so dutzende kreative ldeen, innovative Impulse und Zukunftsvisionen für die Innenstadt. 



„Auch wenn in der Vergangenheit bereits zahlreiche externe Gutachten und Analysen erstellt wurden, wollten wir die City aus Sicht der Nutzer, Anwohner, Kunden und Touristen betrachtet sehen und deren Ideen und Sichtweisen einfangen“, erklärt der Vestavorsitzende Helge Mühr. „Es geht um die Frage, wohin und wie soll sich unsere Stadt entwickeln und wie kann ein kooperatives Zusammenspiel zwischen Bürgern, Fachleuten, Politik und Verwaltung funktionieren?“, so Mühr. An den Pinnwänden und in Gesprächen kamen bekannte Themen und Wünsche, wie z.B. Radwege, fehlende Fahrradständer, Ausweitung der Fußgängerzonen, günstigeres Parken, mehr Grün und Aktionen auf dem Uniplatz zur Sprache aber auch interessante neue Vorschläge erblickten das Tageslicht.

So fand der Wunsch nach einem Familien-Cafè oder zentralem Bürger-Treff mit Gruppenraum reges Interesse. Ein Ort also, wo sich Jung und Alt, Frauen und Mütter, Väter, Großeltern, Menschen mit in- oder ausländischen Wurzeln, Kinder vom Baby bis zum Schulkind, betagte Damen, rüstige Herren, fitte Alte, quirlige Junge treffen, sich austauschen und ins Gespräch kommen. Als interessante Frequenzbringer wurden beispielsweise eine Markthalle auch exklusive Mode-Boutiquen wie Zara, Primark, Peek & Cloppenburg, Miss Sixty aber auch Fastfood-Klassiker wie Starbucks und Kentucky Fried Chicken (KFC) genannt.

Gerade für Familien und Kinder gäbe es das Bedürfnis eines „Spielhauses“, in dem sie bei Wind und Wetter nach Herzenslust spielen und toben können. Eltern wissen so während ihrer innerstädtischen Shoppingtour ihre Kinder spielerisch versorgt und von guten Händen betreut. Man merkt, so der Vizevorsitzende Christian Bode, dass der Jugend das Löhertor mit seinen Freizeitangeboten, wie Bowling, Billiard, Dart, Tanz & Fun doch sehr fehlt. Dafür müssen sie nun aus dem Stadtzentrum fahren und „einer immer nüchtern bleiben“, so ein Jugendlicher.

„Das Schöne an solchen Aktionen ist die Begeisterung in den Augen der Menschen zu sehen, wenn sich jemand für ihre Interessen und Bedürfnisse interessiert. Da kommt man ganz schnell vom Großen ins Konkrete. Es gibt aber auch Viele, die vorbei gehen mit dem Satz: „Das interessiert die Stadt doch eh nicht, was ich zu sagen habe. Die machen doch eh was sie wollen.“ Solche Meinungen stimmen bedenklich“, so Mühr. Im Fazit wünschen sich die interessierten Menschen ein pulsierendes Leben, prosperierende Läden und eine Fußgängerzone als Erlebnismeile vom Bahnhof bis zum Löhertor. Und das „an Wochenenden immer etwas los ist“, wie es ein Hochschulstudent ausdrückte.

Kurz: tagsüber shoppen, bummeln, relaxen, sehen & gesehen werden, und abends Kino, essen & trinken, feiern, bowlen, darten, Clubs, Szene-Cafes und Kneipen. Oder wie es ein Abiturient im Gespräch formulierte: „Die Innenstadt muss zum Treffpunkt, zum Magneten werden. Tenor muss sein, Was machen wir denn heute, lass uns doch in die Innenstadt fahren, da ist immer was los.“

Im Rahmen des Projektes FULDAbistDu hat der Vesta e.V. bereits über 150 Ideen, Wünsche und Vorschläge gesammelt. Mittels der Internet-Plattform www.fuldabistdu.de können diese Ideen eingesehen und Weitere eingetragen, verortet, bewertet und geteilt werden. Am Ende des Prozesses werden die Ideen mit der größten Resonanz und Relevanz auf Machbarkeit und Realisierung geprüft und der Prozess über die Plattform öffentlich, transparent und ergebnisorientiert geführt.+++

X