Projekt des BDKJ und des BJA Mainz
Werde WELTfairÄNDERER - Bewusstsein schärfen und Impulse für den Alltag

02.06.2015 / ALSFELD - Die Welt zu verändern ist ein großes Ziel, doch durchaus nicht unrealistisch, wenn viele Menschen mitmachen und an einem Strang ziehen. Wie es in kleinen Schritten gelingen kann, die Welt ein wenig fairer zu machen, das zeigte eine Woche lang das Team der WELTfairÄNDERER an der Albert-Schweitzer-Schule. Organisiert und durchgeführt wurde das inzwischen vielfach ausgezeichnete Projekt vom Bischöflichen Jugendamt (BJA) und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), in Alsfeld waren federführend Dekanatsjugendreferentin Kathrin Landwehr und die beiden Religionslehrer Gunther Hörr und Anna-Maria Hahn an dem Projekt beteiligt.
Fünf Schultage lang hatten alle Klassen von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, mit ihren Lehrkräften Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen in dem WELTfairÄNDERER-Zelt auf dem Schulhof und in der Schule selbst zu besuchen – etwa 700 Schülerinnen und Schüler nutzten dieses Angebot. Dabei sollte nicht in erster Linie mit dem erhobenen Zeigefinger gewinkt und ein schlechtes Gewissen erzeugt werden, sondern inhaltlich, kreativ und fröhlich an Fragen zur fairen und umweltbewussten Produktion gearbeitet werden, um das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler zu wecken. „Soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sind die relevanten Punkte, um die es in dem Projekt immer wieder geht“, erläutert dazu Gunther Hörr. In so interessanten wie lebhaften Workshops wie „Kunst aus Müll“ oder „Mein Traum von der Welt“ setzten sich die Kinder und Jugendlichen mit diesen Themen auseinander.
Inzwischen haben die WELTfairÄNDERER ihr Zelt in Alsfeld wieder abgebaut. Was bleibt, nachdem sie weitergezogen sind? „Auf jeden Fall werden viele Dinge im Bewusstsein unserer Schülerinnen und Schüler haften bleiben und vielleicht langfristig zu einem Umdenken führen“, ist sich Gunter Hörr sicher. Denn eines habe die Diskussion mit einer Lerngruppe der Oberstufe gezeigt: „Wir wissen alle, dass die Verteilung so wie sie ist, nicht gerecht ist. Und wir wissen auch, dass eine Umverteilung für uns schmerzhaft würde. Wir haben die Wahl, die Ungerechtigkeit zu akzeptieren oder etwas zu verändern.“ Wie seine Mitstreiterinnen Anna-Maria Hahn und Kathrin Landwehr setzt er auf eine nachhaltige Wirkung der Woche mit den WELTfairÄNDERERN. „Und daraus werden sich auf jeden Fall Impulse für den Alltag ergeben“, ergänzt Kathrin Landwehr. Sichtbares Zeichen dafür werden die Kürbisse und Sonnenblumen sein, die Schulleiterin Elisabeth Hillebrand mit einer Gruppe Schülerinnen und Schüler gepflanzt hat.
„Schulleitung und Lehrkräfte haben dieses Projekt sehr unterstützt – auch das war neben den vielen interessierten jungen Menschen an den Ständen eine sehr schöne und wichtige Erfahrung für uns“, dankt Kathrin Landwehr der Albert-Schweitzer-Schule. „Wir könnten uns nach dieser tollen ersten Woche mit den WELTfairÄNDERERN durchaus vorstellen, diese zu institutionalisieren“, hofft Gunter Hörr. Er würde dieses Angebot gerne alle paar Jahre in die Schule holen, um auch die kommenden Schülerinnen und Schüler für diese Themen zu sensibilisieren. +++