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KOMMENTAR

Großes Lob an den TSV Lehnerz - 4.000 Zuschauer, sensationelle Organisation



28.05.2015 / FUSSBALL - Es ist schwierig: mittlerweile kommt man nämlich an dem Vergleich der beiden Stadtrivalen im osthessischen Fußballzirkus nicht mehr vorbei. Jeder vergleicht irgendwie den TSV Lehnerz mit den aufstrebenden Borussen aus der Johannisau. Waren Duelle auf Augenhöhe in den vergan-genen Jahren noch optimistische Zukunftsmusik der Borussen, könnte es in der kommenden Saison soweit sein - sofern Lehnerz die Relegation nicht packt.


Wird sich dann am Stammtisch gestritten, wer denn nun der bessere Verein ist, wer die besseren Spieler oder das bessere Konzept hat, wird oft ein Argument in die Runde geworfen: "Borussia Fulda hat einfach ein Stadion und dieses Rundherum - das ist schon etwas besonders." Völlig korrekt, aber wie der TSV Lehnerz am gestrigen Mittwoch beim Relegationsspiel gegen Hauenstein sein "Stadion an der Richard-Müller-Straße" hergerichtet hatte, war einfach nur sensationell und dem Anlass entsprechend. 4.000 Zuschauer hat Osthessens Fußball schon lange nicht mehr gesehen - schon gar nicht, wenn mal nicht die Eintracht zu Gast war. Das Spiel war spannend und fand zu Recht keinen Sieger, im Umfeld des Vereins gab es aber jede Menge Sieger. Nämlich für die Organisatoren dieses Fußball-Festes. Großes Lob TSV Lehnerz!

Parkplatzreglung, extra Toiletten-Häuschen, Mobile Verpflegungsstände, Einlaufkinder - es wurde an alles Gedacht, um auch den Zuschauern ein reibungsloses und unterhaltsames Spitzenspiel anbieten zu können. Obwohl der Sportplatz aus allen Nähten platze - kein einziger Fan hätte mehr Platz gefunden -, ging keine einzige Beschwerde beim Vorstand ein. Und gab es beim ersten Relegationsspiel zwischen dem TSV und dem SC Hauenstein keinen Sieger, so strahlte der Vorstand des TSV nach dem Spiel, als wären sie Meister der Regionalliga. "An dieses Spiel wird man sich in Fulda noch lange erinnern", sagte Martin Geisendörfer aus dem TSV-Vorstandsteam zu Recht. Und hoffentlich auch an die 100 Helfer aus dem Verein, die dieses nahezu perfekte Fußball-Fest möglich gemacht haben. (Julius Böhm) +++

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