O|N-Spiel der Woche #1
Erfolgsgarant RUMMEL: "Schön, dass wir es in der Hand haben"
Foto: Julius Böhm
01.05.2015 / FUSSBALL -
Anfang des Monats wurde der TSV Lehnerz nach vier Spielen, zwei Punkten und nur zwei geschossenen Toren von vielen bereits abgeschrieben. "Wir hatten es schwer, konnten keine Chancen erarbeiten, denn die Gegner standen wahnsinnig tief", sagte TSV-Stürmer Dominik Rummel. Drei Spiele später: verkehrte Welt. Bayern Alzenau ist am Samstag (Anpfiff 15 Uhr) zu Gast. Nach drei Siegen am Stück haben es die Lehnerzer in der eigenen Hand. Zwei Punkte Rückstand auf Alzenau wären mit einem Heimsieg vergessen.
Rummel selbst ist einer der Garanten des Erfolges. In den letzten drei Spielen hat er vier Mal geknipst - mit 21 Toren führt er die Torjägerliste an. Er selbst möchte von Lohrbeeren aber nichts wissen: "Mein Job ist es Tore zu schießen. Viel wichtiger ist aber der Job, den die Jungs hinter mir haben." Für ihn hat die Systemumstellung hin zur Dreierkette und mehr Möglichkeiten in der Offensive zum Erfolg geführt. "Mit Patrick Schaaf, Pierre Mistretta und Renato Tusha habe ich drei überragende Fußballer hinter mir. Da macht es auf dem Platz schon Spaß zu kicken und sie machen mir die Sache auch nicht schwer."
Vor zwei Jahren wurde er mit großen Erwartungen von der U23 von Eintracht Frankfurt aus der Regionalliga geholt. Mittlerweile hat auch jeder an der Richard-Müller-Straße begriffen, was der gebürtige Lüttner alles auf dem Kasten hat. "Ich kam leider verletzt aus Frankfurt und hatte null Fitness", erzählte er im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS, "aber auch im ersten Jahr habe ich zwölf Tore geschossen - dieses Jahr läuft es für mich natürlich besser. Das ganze Team spielt eine super Saison.
"Noch kein Endspiel gegen Alzenau"
Stimmen im Verein, die einen möglichen Aufstieg in die Regionalliga gar nicht wollten, da man Derbys verpassen würde, könne er überhaupt nicht nachvollziehen: "Als Fußballer will ich jedes Spiel gewinnen und das Maximale erreichen, andernfalls würde ich den falschen Sport ausüben. Trotzdem: daran dürfen wir gar nicht denken, der Weg ist noch viel zu weit." (Julius Böhm) +++