Einspruch beim Landessportbund
Streit um Namen des neuen Jugenfördervereins von Borussia/Haimbach
28.04.2015 / FUSSBALL -
Der Name des neuen Jugendfördervereins von Borussia Fulda und dem Haimbacher SV sorgt offenbar für Unstimmigkeiten. Wie soll der neue Verein heißen? Ursprünglich sollte er JFV Borussia Fulda 2015 genannt werden. Im Stadtgebiet gibt es allerdings mit dem JFV Viktoria Fulda bereits einen Jugendförderverein der Vereine TSV Lehnerz und Viktoria Bronnzell. Dieser hatte Einspruch gegen die Aufnahme des JFV Borussia Fulda 2015 eingelegt. Dies geht aus einem Schreiben des Landessportbundes hervor, welches O|N vorliegt. Es geht um den Namen.
Thomas Dreifürst, Vorsitzender des JFV Viktoria Fulda bestätigt gegenüber OSTHESSEN|NEWS den Einspruch. Der Name entspreche nicht den Regularien. "Wir haben im Vorstand einstimmig beschlossen, dagegen Einspruch zu erheben", sagte Dreifürst. "Es geht mir dabei nicht um die beteiligten Vereine. Aber auch wir mussten uns an die Regelungen des HFV und des DFB halten und kennen die Vorschriften, weil wir uns auch damit bei unserer Vereinsgründung beschäftigen mussten", sagte Dreifürst weiter.
"Ich erkenne die Juniorenarbeit von Borussia Fulda und vor allem dem Haimbacher SV an. Darum geht es mir auch nicht. Es wird sicher immer eine gesunde Rivalität geben. Aber die Regeln müssen eben nun mal für alle gelten und von allen beachtet werden", ergänzt er. Die Regeln besagen, dass kein Vereinsname der beteiligten Vereine im JFV vorkommen dürfe. Dies wäre aber mit JFV Borussia Fulda der Fall. Der Landessportbund Hessen hat daraufhin eine Stellungnahme des neuen Jugendfördervereins gefordert. Aus dem ursprünglichen Namen wurde nun der JFV Fulda 2015. Nach einem Bericht in einem regionalen Onlineportal hatte der JFV Fulda 2015 - auf diesen Namen hatten sich Borussia und der Haimbacher SV nun verständigt - mit einer Pressemitteilung am Montagabend reagiert.
Um einem längeren Rechtstreit aus dem Weg zu gehen, einigten wir uns auf den Namen JFV Fulda 2015 e.V. (Dies war ein Vorschlag des HFV)."Wenn jetzt Herr Dreifürst in einem Presseartikel behauptet, dass eine „verwirrende Verwechslungsgefahr“ besteht, ist dies natürlich bedauerlich aber seine eigene Schuld.Wir als Vorstand des JFV Fulda 2015 e.V. sind mit dem Schreiben des LSBH absichtlich bis jetzt nicht an die Öffentlichkeit getreten, da es im Jugendbereich im Endeffekt um einen Dienst an der Gesellschaft geht, der nichts mit den Rivalitäten im Seniorenbereich zu tun haben sollte. Kein Verein dieser Region wird mit dem Ausbilden junger Fußballer jemals mehr Geld einnehmen, als er dafür ausgibt und egal ob es ein JFV, eine JSG oder ein einzelner Verein ist, investieren in diesem Bereich viele Helfer ihre Zeit und teilweise auch ihr Geld um Kindern das Fußballspielen in einem Verein zu ermöglichen."
Weiter heißt es seitens des JFV Fulda 2015: "Wenn dann von einem einzelnen Verein, der ja sogar das „Jugendförderverein“ im Namen trägt schon im Vorfeld versucht wird, einem andern JFV vor der Gründung Steine in den Weg zu legen zeigt es, dass hier noch nicht alle Verstanden haben, um was es bei der Jugendförderung auf diesem Niveau geht. Nichts desto trotz freuen wir uns auf unsere erste Saison als JFV Fulda 2015 e.V. und hoffen möglichst vielen Jugendspielern nicht nur das Fußballspielen auf dem Platz, sondern auch ein anständiges Verhalten neben dem Platz beibringen zu können, da auch dies augenscheinlich in der heutigen Zeit immer weiter abnimmt. Ferner möchten wir auch die Redakteure der Osthessenzeitung beruhigen, sowohl Trainer, Spieler als auch Trikots sind für die kommende Saison vorhanden." (Hans-Hubertus Braune/pm) +++