FSV Thalau - TSV Rothemann 2:3 (1:2)
Ex-Thalauer mit "Schubbi-Schubbi-Tor" vs. Bald-Rothemanner - "Flo tut mir leid"
Alle Fotos: Julius Böhm
25.04.2015 / FUSSBALL -
Es sind Geschichten, die nur der König Fußball schreibt: Der TSV Rothemann, der in den letzten Wochen nur Fußball wie Kraut und Rüben fabriziert hat, gewinnt das Derby beim FSV Talau mit 3:2 (2:1). Das entscheidende Tor zum wichtigen Dreier steuerte Spielertrainer Daniel Rother, seines Zeichens Ex-Thalauer, bei. Bei seinem Freistoß aus gut 25 Metern sah FSV Keeper Florian Wess alles andere als gut aus - er geht nach der Saison nach Rothemann.
"Es ist unglaublich, dass das Spiel so entschieden wird. Es tut mir wirklich leid für Flo - er hat das nicht verdient, aber so ist das im Fußball. In den letzten Wochen hatten wir oft das Pech auf unserer Seite. Heute was es das nötige Quäntchen Glück", sagte Daniel Rother, der nach seinem Treffer nicht jubelte - faire Geste an alter Wirkungsstätte. Florian Wess saß noch 15 Minuten nach dem Abpfiff am Pfosten seines Tore. "Er ist die ärmste Sau am ganzen Sportplatz. Er hätte nicht spielen dürfen, es ist einfach schade, dass es nun so gelaufen ist", so Rother weiter.
"Es sieht alles danach aus, als würden wir das Spiel noch drehen, aber dann kommt so ein 'Schubbi-Schubbi-Tor' vom Ex-Thalauer gegen den Bald-Rothemanner - unglaublich", so Georg Storch. Thalau war alles nach vorne. Stanislav Szilagyi scheiterte zunächst an der Latte (70.). Florian Storch wenig später an Mitja Hofacker im Kasten des TSV, der einen Schuss aus 18 Metern sensationell parierte. "Wir wollten das Spiel zu 100 Prozent gewinnen. Rothemann ist aber der verdiente Sieger. Wir lieben hier das Derby - ich hoffe jetzt auch, dass sie die Klasse halten", sagte Storch. (Julius Böhm)
FSV Thalau: Wess - Herber, Röhrig, Fischer, Belz, Baumann, Bohl, Zimmer, Storch, Kress, Weichlein, Szilagyi.
Schiedsrichter: Sebastian Poth (Limeshain).
Zuschauer: 400.
Tore: