"Aki" Watzke im Interview
"KEHL ist immer noch unser gefühlter Kapitän" - Rippenbruch im Training
17.04.2015 / FUSSBALL -
Viele Fragen an den BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke drehten sich um den überraschenden Abgang von Kult-Trainer Jürgen Klopp am vergangenen Mittwoch und dessen Nachfolge. Der Neue wird laut Watzke nächste Woche vorgestellt - vieles deutet auf Thomas Tuchel hin. Wir haben "Aki" aber auch ein paar Fragen zu unserem Rhöner Bundesliga-Profi Sebastian Kehl (35) gestellt. Kehl stammt aus Tann-Lahrbach und spielt seit 2002 beim BVB. Im Sommer will der 35-Jährige seine aktive Karriere beenden. Vor wenigen Tagen hat er mit seinem Traumtor zum 3:2 in der Verlängerung des DFB-Viertelfinals gegen die TSG 1899 Hoffenheim seinen Klub ins Halbfinale geschossen.
O|N: Herr Watzke, ein ganz besonderer Fußballer stammt aus der Region Osthessen - Sebastian Kehl. Welche Rolle spielt er nach vielen Jahren und Erfolgen noch im Team - zuletzt ja auch Schütze entscheidender Tore?
Watzke: Sebastian ist noch unser gefühlter Kapitän und er hat eine ganz wichtige Rolle in der Mannschaft inne. Wir beide haben einen ganz kurzen Draht, wohnen ganz nahe beieinander in Dortmund. Ich mag ihn als Typ und auch als Fußballer. Er ist ein außergewöhnlicher Spieler und ich würde mich wirklich freuen, wenn er Borussia Dortmund, in welcher Rolle auch immer, erhalten bleiben würde.
Watzke: Das ist der falsche Weg: Ich war nur ein ordentlicher Amateurfußballer und habe selbst die Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn man aufhört und wieder anfängt - du wirst mit zunehmendem Alter nicht unbedingt besser, du bist häufiger verletzt, brauchst mehr Zeit zur Regeneration. Die größten Fußballer haben es oft verpasst, den richtigen Zeitpunkt für ihren Abgang zu wählen. Vor zwei Wochen hat uns Kehli im Pokal eine Runde weiter geschossen. Sebastian ist so clever und geht, wenn die Leute denken: "och schade" und nicht: "Gott sei Dank!"
Vielen Dank!
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, besuchte das R+S-Zukunftsforum am Donnerstagabend in Fulda. Er berichtete aus den vergangenen zehn Jahren als BVB-Boss und diskutierte eifrig mit den gut 250 Gästen im Autoshaus Krah und Enders. Im Anschluss stand er der Presse für ein kurzes Gespärch zur Verfügung. (Julius Böhm) +++