✕

SVA Bad Hersfeld - Hünfelder 2:2 (1:1)

Rassiges Derby ohne Sieger - KALLEE: "Hervorragende Leistung"


Fotos: Hans-Hubertus Braune

12.04.2015 / FUSSBALL - Unterschiedlicher hätten die Meinungen der Trainer nach dem 2:2 (1:1)-Unentschieden im Fußball-Verbandsliga-Derby zwischen dem SVA Bad Hersfeld und dem Hünfelder SV nicht sein können. Während Dominik Weber, Trainer des Verbandsligazweiten Hünfelder SV, sichtlich angefressen war, lobte SVA-Coach Fabian Kallee seine Jungs: "Sie haben das ganz hervorragend gemacht. Sie haben alles rein gehauen, sind in die Zweikämpfe gegangen und waren aggressiv." Selbst das späte 2:2 der Hünfelder in der Nachspielzeit konnte dem Asbacher Trainer die Laune nicht verderben. "Vom Zeitpunkt waren die Gegentore natürlich unglücklich aber ich denke, letztlich geht das 2:2 vielleicht in Ordnung."



Für die Hünfelder war es ein nahezu gebrauchter Nachmittag. Klar, der machte gerade in der Schlussphase mächtig Dampf, doch insgesamt gesehen war es einfach zu wenig. "Wir wussten was uns hier erwartet, wir wussten, dass Sebasrtian Schuch ein kopfballstarker Spieler ist, wir wussten, dass Asbach tief stehen würde. Wir haben das Spiel nicht angenommen", sagte Weber nach der Partie ziemlich zerknirscht.

Viel zu spät drückte der HSV auf die Tube. Und doch reichte es zumindest für einen Punkt. Sebastian Alles machte diesen in der zweiten Minute der Nachspielzeit perfekt. Und raubte so dem starken Gastgeber einen Dreier. Der SVA zeigte eine kämpferisch beeindruckende Leistung, opferte sich auf und war so nah dran. Vor leider nur knapp 200 Fans - das rassige Duell hätte wahrlich mehr Zuschauer verdient gehabt - erzielte Kämpferherz und Kapitän Sebastian Schuch in der zehnten Spielminute das 1:0. Nach Freistoßflanke von Andreas Pannek stieg Schuch am höchsten und traf lehrbuchreif per Kopf zum 1:0.

Hünfeld wirkte in der Folgezeit zu behäbig und kam nur selten vor das Asbacher Tor. Und doch: Unmittelbar vor der Halbzweitpause erzielte Kevin Krieger mit der ersten wirklich guten Situation aus Nahdistanz das 1:1. Er ließ Ashachs Torwartrainer Mehmet Ali Mercimek keine Abwehrchance. Nach der Pause erhöhte Hünfeld den Druck, Asbach blieb dagegen bei Kontern gefährlich. Und einer dieser Konter führt zur erneuten Führung. In einer 3:2-Situation passte Kevin Kurz quer auf Roger Domachwoski. Dieser hatte am Sechszehner genügend Zeit, um sich das runde Leder auf den linken Fuß zu legen und traf mit einem platzierten Schuss in die linke untere Torecke zum vielumjubelten 2:1 (65.).

Die Hünfelder setzten nun alles auf eine Karte und wurde in der Nachspielzeit für ihre Schulssoffensive noch belohnt. Der Schuss von Sebastian Alles fand noch leicht abgefälscht den Weg ins SVA-Tor.


SVA Bad Hersfeld: Mercimek; Ebinger, Pannek, Wiegand, Kurz (80. Schreiber), Wehner, Schuch, Domachowski (71. Ewald), Schäfer, Ullrich, Müller-Siebert

Hünfelder SV: Gutberlet; Trabert (67. Wahl), Schilling, Gensler, Alles, Simon, Krieger, Witzel, Klüber (60. Rehm), Budenz, Helmke (80. Link)

Schiedsrichter: Wissam Awada (Kassel)

Tore: 1:0 Sebastian Schuch (11.), 1:1 Kevin Krieger (45. +1), 2:1 Roger Domachowski (65.), 2:2 Sebastian Alles (90. +2)

Zuschauer: 180

Gelb-Rote Karte: Johannes Schreiber (Bad Hersfeld, 84.). (Hans-Hubertus Braune) +++

X