Luchse erkämpfen sich 7:6 Sieg in Spiel 1
Fans erleben Eishockeyspektakel im Schlussdrittel
Fotos: M. Trabandt
10.03.2015 / LAUTERBACH -
Spannender hätte das Drehbuch für den gestrigen Eishockeykrimi im Lauterbacher Steiningsgrund nicht sein können. Bereits nach dem ersten Drittel im Playoff Spiel Nummer eins, um den dritten Platz der Regionalliga West, zwischen den Lauterbacher Luchsen und den Kobras aus Dinslaken, sahen die Männer von Coach Roger Nicholas wie die sicheren Verlierer aus. „Sprachlos“, das war ein häufig verwendetes Wort an diesem Abend. Sowohl nach dem ersten Drittel, als Dinslaken bereits mit 5:0 führte und die Luchse komplett neben sich standen, als auch am Ende des Spiels, nachdem die Luchse im Schlussdrittel ein Eishockeyspektakel vom Feinsten ablieferten.
Kaum jemand glaubte noch an eine Wendung des Spiels, dafür waren die Kobras in Drittel eins zu konsequent mit ihren Chancen und die Luchse zu harmlos in den Zweikämpfen. Doch die deutliche Kabinenansprache des Trainers zeigte Wirkung. Nachdem zunächst Constantin Schneider die Luchse in der 22. Spielminute auf 1:5 heranbrachte, stellte Schmitz mit dem 6:1 in der 29. Spielminute, den alten fünf Tore Abstand für die Kobras wieder her. Dennoch machte das zweite Drittel Hoffnung auf mehr, denn die Luchse zeigten ab Drittel zwei ein ganz anderes Gesicht und fanden immer besser ins Spiel. Der Wille dieses Spiel noch zu gewinnen, war den Lauterbacher Spielern deutlich anzumerken. Zwar waren es am Ende des zweiten Drittels immer noch fünf Tore die aufzuholen waren, doch das so etwas möglich ist, mussten die Luchse gegen Köln vor zwei Wochen am eigenen Fell leidvoll erfahren.
Den Luchsen blieben zwanzig Minuten, um das Spiel zu drehen und mit einem guten Gefühl in das zweite Spiel der Serie gegen Dinslaken zu gehen. Gut zweieinhalb Minuten sollte es im letzten Drittel dauern, da durften Luchse und Fans zum zweiten mal jubeln. Erneut war es Constantin Schneider, der für sein Team erfolgreich war. Nur noch 2:6 aus Sicht der Luchse und die Hoffnung aller im Stadion wuchs an. Trotz des phasenweise herrschenden Dauerdrucks der Luchse, stand die Dinslakener Abwehr noch stabil und verteidigte den Vorsprung. Als Lauterbachs Julian Grund in der 51. Spielminute durch die Abwehrreihen der Kobras tanzte und seinen Auftritt mit dem 3:6 Anschlusstreffer krönte, schien sich das Blatt zugunsten der Luchse gewendet zu haben.
Mit der Euphorie des letzten Drittels und den Fans im Rücken, holten sich die Luchse schließlich den Sieg. Garant für den Erfolg im Penaltyschießen war Keeper Quack Grunewald, der fünf der sieben Versuche der Kobras abwehrte. Schlussendlich war es Marko Filip, der seinem Team mit dem insgesamt vierzehnten Penalty, den 7:6 Sieg sicherte.
Tor: Sebastian Grunewald, K.-D. Lechner
Abwehr: Marko Filip, Sven Naumann, Dennis Klinge, Emanuel Grund, Niels Hilgenberg
Sturm: Benjamin Schulz, Miro Hantak, Constantin Schneider, Jens Feuerfeil, Dennis Grün, Manuel Six, Mario Kreuz, Mathias Matysek, Julian Grund, Luca Rinke
Statistik des Spiels:
0:1(3.) Klein; 0:2(4.) Corneließen; 0:3(13.)Hüsken; 0:4(15.) Linda; 0:5(20.) Pleger; 1:5(22.) Schneider (Hantak, Grün); 1:6(31.) Schmitz; 2:6(43.) Schneider (Matysek, J. Grund); 3:6(51.) J. Grund (Klinge, Hilgenberg); 4:6(52.)Feuerfeil (Schulz, Hantak); 5:6(53.) Hantak (Feuerfeil, Filip); 6:6(59.) Feuerfeil (Hantak, Filip); 7:6 Filip (Penalty)
Strafzeiten:
Lauterbach 10 Minuten - Dinslaken 8+++