Timo Boll gewann seine zwei Spiele.
Fotos: Hendrik Urbin
23.11.2014 / TISCHTENNIS -"Mit dem fünften Satz war ich nicht zufrieden, ich habe diese Saison so viel Pech, ich weiß nicht, was ich noch machen soll", sagte Fulda-Maberzells Nummer eins Wang Xi nach seinem Match gegen Deutschlands Vorzeigespieler Timo Boll. Die ehemalige Nummer eins der Welt setzte sich nach deutlicher Leistungssteigerung im vierten und fünften Satz am Ende doch noch mit 3:2 durch. Dieses Match war der Schlusspunkt im Tischtennis-Bundesliga-Duell zwischen dem TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell und Rekordmeister Borussia Düsseldorf, das die Gäste mit 3:1 gewannen.
880 Zuschauer in der ausverkauften Hubtex-Arena sahen zunächst eine dominante Mannschaft vom Rhein. Düsseldorf gewann das wichtige erste Duell. Sharath Achanta setzte sich nach drei knappen Sätzen letztlich deutlich mit 3:0 gegen Wang Xi durch - hier hatten die Osthessen auf den Punkt gehofft, um Düsseldorf entscheidend ärgern zu können. Anschließend hatte Ruwen Filus keine Chance gegen den konzentriert aufspielenden Timo Boll. Zur Pause führte Düsseldorf scheinbar uneinholbar mit 2:0. Doch Christian Süß wollte seine ehemaligen Mannschaftskameraden dann nicht so einfach mit der Höchststrafe von 3:0 gewinnen lassen. Nach verlorenem ersten Satz drehte Süß mächtig auf.
Nun war es das ersehnte heiße Duell - die Hubtexarena verwandelte sich in den berühmt berüchtigten Hexenkessel. "Es hat heute ganz gut geklappt bei mir. Ich wollte das Spiel so normal wie möglich angehen. Es war nicht einfach nach einem 0:2-Rückstand", sagte der ehemalige Düsseldorfer, der mit den Rheinländern reihenweise Titel sammelte. Süß setzte sich gegen die Nummer 20 der Welt in fünf Sätzen mit 3:2 durch.
Es war also alles bereit für das ersehnte Duell Wang Xi gegen Timo Boll. Und der Chinese knüpfte unter dem Jubel der Fans an seine fantastische Form der Vorjahre an. Als er den ersten Satz mit 12:10 gewonnen hatte, stand die Halle Kopf. "Wang Xi, Wang Xi" hallte es immer wieder durch die Arena. Boll glich zwar zunächst zum 1:1 (11:6) aus, doch im dritten Satz war Wang Xi ganz der Alte. Traumhafte Ballwechsel, überragende Punkte - Wang Xi war ganz nah dran, den Düsseldorfer endlich bezwingen zukönnen. Mit einer 2:1-Führung ging es in den vierten Satz. Doch Timo Boll ist eben einer der Besten der Welt und kann immer noch eine - entscheidende - Schippe drauflegen. Das war am Sonntag bitter nötig. Schließlich setzte sich der deutsche Ausnahmespieler in fünf Sätzen durch.
Düsseldorf behält seine weiße Weste, Fulda-Maberzell dagegen braucht in den nächsten Spielen dringend Punkte, um das Minimalziel Play-Off erreichen zu können.
Die Spiele im Überblick:
1. EINZEL: Wang Xi - Achanta Sharath 0:3 ( 10:12 / 09:11 / 08:11 )