Alte Tradition muss erhalten bleiben
Krippenbaukurs präsentierte beachtliche Ergebnisse – Teilnehmer von 7 bis 72 Jahre
02.11.2014 / HERBSTEIN -
Die Krippenfreunde Herbstein haben erneut die Herbstferien zum Herstellen von Krippen und Zubehör genutzt. Am Donnerstagabend präsentierten die Teilnehmer im Alter von sieben bis 72 Jahre die gefertigten Werke. „Es ist erfreulich, dass viele Kinder und Jugendliche an dem Kurs teilgenommen haben, denn damit ist gewährleistet, dass dies alte Tradition erhalten bleibt“, betonte Ortsvorsteher Martin Ruhl bei der Begrüßung in der Helmut-von-Bracken Schule, und dankte dem Krippenbaumeister Thomas Rodemer für die Leitung des Kurses. Dank sagte er aber auch den Kindern und Erwachsenen, die mit viel Liebe und mühevoller Kleinarbeit die verschiedensten Krippen und Zubehörteile gebaut hatten.
Bei einem Rundgang stellte Krippenbaumeister Thomas Rodemer dann die verschiedensten Techniken vor die zur Anwendung kamen. So sei beim Fachwerk für die Gebäude viel mit der Klebetechnik gearbeitet worden. Dies bedeute dass die einzelnen Balken auf eine Unterlage, wie zum Beispiel Spanplatten, aufgeklebt würden. Aber auch der klassische Fachwerkbau mit dem Verzapfen der einzelnen Fachwerke, sei angewendet worden. Hauptarbeitsmittel sei der „Krippenmörtel“. Dieser bestehe aus Holzleim, Kreide, Wasser und Sägemehl und finde vielseitige Verwendung. Jeder der Teilnehmer habe seine eigene Vorstellung von der Krippe und den dazugehörenden Gebäuden auf einem Bild mitgebracht und diese dann nach einer Vorbesprechung verwirklicht. Er selbst habe nur Anregungen und Tipps gegeben. Pro Krippe seien rund 40 Stunden Arbeitszeit und bei einigen sogar 50 Stunden aufgewendet worden.
Erstmals konnten in diesem Jahr nicht alle Anmeldungen berücksichtigt werden, bedauerte Thomas Rodemer, denn alle Arbeitsplätze in der Werkstatt der Helmut-von-Bracken-Schule seien ausgebucht gewesen. Er bat um Verständnis dafür und ermunterte die Betroffen dazu sich für den nächsten Kurst im Herbst 2015 anzumelden. Krippen und Zubehör wurden von den Familien Mathias Staubach, Heinz Bender, Sven Nophut und Elmar Schneider gebaut. Weitere Krippenbauteilnehmer waren: Ernestine und Armin Dehn, Sarah Bender, Alexander Maurer, Anika Nophut, Lars und Nils Rodemer, Jens Jost und Carsten Holub, Anneliese Ruhl, Susanne und Niklas Leister, Marvin und David Heuser, Theres Staubach, Rita und Sonja Winterholler (alle Herbstein), sowie Klaus Lotz (Weidenau). Als Dank für die Arbeit erhielt Thomas Rodemer abschließend ein „kleines Dankeschön“, das aus der schon obligatorischen Flasche Rotwein und Gutschein für die Gestaltung im neuen Haus. ++gr++