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VIP-Treffpunkt Fußballplatz

Kein Spiel ohne! Osthessens Who-is-who wertet immer häufiger Sportereignisse auf

Fuldas Bürgermeister Dag Wehner, Markus Röhner, Borusse-Trainer Oliver Bunzenthal, MdL Walter Arnold, Staatssekretär Wolfgang Dippel, Landrat Bernd Woide, Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk, Lothar Mihm
Fotos: Hendrik Urbin / Julius Böhm

25.08.2014 / KOMMENTAR - Die ersten Wochen im Fußballzirkus sind absolviert und schon drei große Osthessenderbies haben die Menschenmassen in Bewegung gesetzt. 2.200 waren es in Fliedener Königreich, der TSV Lehnerz setzte mit 2.300 noch einen oben drauf, im Sportpark Johannisau waren es am Samstag beim Derby zwischen SC Borussia Fulda (SCB) und dem Hünfelder SV sogar 2.800 - neuer Rekord.


Doch eines darf natürlich nicht fehlen: Die High-Society der Region Fulda, aus Politik und Wirtschaft, ist immer häufiger bei den sportlichen Großereignissen vertreten. Die VIP-Bereiche auf Sportplätzen werden besetzt, fleißig Hände geschüttelt, die Getränke gehen auf’ den Verein und das professionelle Catering ist "vom Feinsten". Ob Bürgermeister, Landräte, Sponsoren und welche, die es noch werden wollen/sollen. Man tummelt sich gemeinsam bei den größten Sportereignissen der Region.

Wie gut, dass die hiesige Vereine besser spielen denn je. In der Hessenliga mischen Buchonia Flieden und der TSV Lehnerz oben mit. Alle fünf osthessischen Verbandsligisten sind in der oberen Tabellenhälfte zu finden, allen voran Borussia Fulda zieht mit namhaften Neuzugängen und regelrechten Torfestivals das Who-is-Who der Region an. Nicht nur sich beim Spiel zeigen, sondern auch Unterstützer zu sein, ist wieder in. Sowohl in der Johannisau, als auch in Lehnerz scheint etwas zu gehen. Ständig werden neue Sponsorenpartnerschaften freudestrahlend verkündet.

Das ist gut für den Fußball und gut für die Region. Bleibt abzuwarten, wo die Reise von Borussia, Lehnerz und Co. hingehen wird. Vor allem vom SCB darf man viel erwarten. Sind doch vor Saisonbeginn zwei Exklusivsponsoren hinzugekommen, obwohl der für Verbandsliga-Verhältnisse ohnehin schon hohe Etat längst gedeckt war. Es ist also noch Platz für Wachstum. Ach, es wäre schon ein Traum mal wieder Profifußball in der Region zu haben. In frühestens drei Jahren könnte es soweit sein. Hoffen wir, dass die Partner des Sports sich gegenseitig treu bleiben und an der bodenständigen Linie festhalten.

Der Regionalsport ist offenbar wieder hipp und angesagt, auch unter den Schönen, Wichtigen und Reichen. Also dauert es spätestens bis zum nächsten Derby, bis man sich wieder in den VIP-Zonen begegnet und den Fußball noch ein wenig wichtiger machen. Zum Glück gibt es ja den Bundesliga-Tischtennis, um die Wartezeit zu überbrücken. (Julius Böhm) +++


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