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Borussia Fulda - Hünfelder SV 2:1 (0:0)

Einzelaktionen für glücklichen Borussensieg - jetzt neuer Tabellenführer


Fotos: Hendrik Urbin / Julius Böhm

24.08.2014 / FUSSBALL - Es waren die Einzelspieler auf Seiten von Borussia Fulda, die das Osthessenderby vor Rekordkulisse zu Gunsten des SCB entschieden haben. Vor 2.800 Zuschauern lieferte der Hünfelder Sportverein einen erbitterten Kampf im Sportpark Johannisau und stand am Ende bei der 1:2 Niederlage doch mit leeren Händen da. 


Noch drei Minuten zu spielen: Langer Ball von Nikola Milankovic auf Marcel Trägler in der Spitze. Trägler, dicht bedrängt, kann das Leder nicht kontrollieren, der Ball setzt ein Mal auf, Sasa Dimitrijevic setzt an und knall den Ball aus 20 Metern Volley in den Winkel. Die Bank um Trainer Oliver Bunzenthal springt auf, die Tribüne der Johannisau dreht durch, es steht 2:1 für Borussia Fulda.

Doch von vorne: Von Minute eins an, war das Verbandsliga-Derby hochintensiv. Hünfeld schien nervös und hielt den SCB mit Einsatz und Härte im Zaum. Bis auf eine kleine Chance von Marcel Trägler (5.) hielt der HSV den eigenen Strafraum sauber. Auf der Gegenseite setzte sich Christoph Neidhardt nach schönem Pass von Oliver Krenzer gegen zwei Gegenspieler durch, passte in den Rückraum, fand aber keinen Abnehmer. Beiden Teams war die Brisanz des Derbys anzumerken. Ja kein Fehler, ja nicht in Rückstand geraten. Auf Hünfelder Seite hatte Sebastian Gensler die größte Chance, als er eine Ecke knapp über das Tor wuchtete. Mit dem Pausenpfiff sah Borussias Dennis Müller den völlig frei stehenden Daniel Schirmer, der im Eins-gegen-Eins gegen Tim Gutberlet den Kürzeren zog.

"Nach dem Seitenwechsel muss man sagen, dass die Hünfelder besser waren", sagte Oliver Bunzenthal nach dem Spielende zu ON. Hünfeld war druckvoller, befreite sich aus der Abwehrarbeit. Nach nur zwei Minuten holte ich Christoph Neidhardt den Ball, wurde von Nikola Milankovic auf der Strafraumgrenze gelegt - Elfmeter. Der Gefoulte führte selbst aus, stoppte kurz ab und schob den Ball eiskalt ins rechte untere Eck. Borussia Fulda schien nun von der Rolle. Spielmacher Dennis Müller foulte 40 Meter vor dem eigenen Tor unnötig hart und durfte vorzeitig duschen gehen.

Doch wie so häufig im Fußball platzte plötzlich der Knoten bei den nun in Unterzahl spielenden Borussen. Dass sich HSV-Abwehrchef Sebastian Gensler nur zwei Minuten später einen ebenso unnötigen Platzverweis abholte, passte dem SCB in Bild. Sie waren nun wie entfesselt und dem HSV blieb nichts anderes übrig, als in der Abwehr Beton anzurühren und Versuche zu starten eine wenig Zeit zu schinden. 

Es waren eben die Einzelkönner auf Seiten der Fuldaer, die das Derby entschieden haben. Nach 68 Minuten kam Marcel Trägler an den Ball, tanzte zwei Gegenspieler aus und setzte seinen Schuss unhaltbar zum 1:1 in die Maschen. Hünfeld fiel es schwer auf den Ausgleichstreffer eine Antwort zu finden. In der 82. war dann aber die Riesenchance zur erneuten Führung: Nach einem Alles-Pass war Christoph Neidhardt völlig frei vorm Borussen-Kasten, schob den Ball aber am langen Pfosten vorbei. Oliver Bunzenthal war außer sich - er hatte den Hünfelder Stürmer im Abseits gesehen. Doch dann kam die 87. Minuten und das Traumtor von Dimitrijevic - mitten ins Herz des HSV.

"Es ist sehr bitter wie wir das Spiel verloren haben, aber ich kann dem Team keinen Vorwurf machen", sagte der Fußballabteilungsleiter des HSV, Joachim Hess, nach Abpfiff. Alle Spieler in Blau und Weiß ließen den Kopf hängen, aber dazu gab es keinen Grund. Sie haben ein besonderes Spiel abgeliefert und Borussia Fulda geerdet. Ein Punkt hatte der HSV mindestens verdient, doch am Ende war es eben das Können der Einzelakteure auf Seiten des neuen Tabellenführers der Verbandsliga (Julius Böhm)


DIE STATISTIK ZUM SPIEL: 

Borussia Fulda: Freidhof - Schad, Milankovic, Beck, Krause, Trägler, Dimitrijevic, Schwab (66., Schersadeh), J. Müller (79., Götze), Schirmer, D. Müller.

Hünfelder SV: Gutberlet; Gensler, Alles, Link (72. Hampl), Simon (84. Hohmann), Krieger (64. König), Witzel, Krenzer, Neidhardt, Yildiz, Budenz.

Schiedsrichter: Christof Günsch (Marburg).

Tore: 0.1 Christoph Neidhardt (47., Foulelfmeter), 1:1 Marcel Trägler (68.), 2:1 Sasa Dimitrijevic (87.)

Zuschauer: 2.800.

Gelb-Rote Karten: Dennis Müller (60., Fulda), Sebastian Gensler (62., Hünfeld)+++

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