Dach ist einsturzgefährdet

Schloss Schackau erhält 100.000 Euro der Deutschen Stiftung Denkmalschutz


Fotos: Julius Böhm

20.08.2014 / HOFBIEBER - An der Wiederherstellung von Dach und Fassaden von Schloss Schackau in Hofbieber beteiligt sich auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) mit 100.000 Euro. Ein entsprechender Fördervertrag erreicht den Eigentümer Professor Dr. Hauke Krey in diesen Tagen. Aufgrund undichter Dachdeckung und eindringendem Regen sowie des Verlusts von Balken und Mauerschwellen und der Verformung des Dachtragwerks sind an der Dachkonstruktion akute statische Schädigungen entstanden, die dringend zu beheben sind.



Vermutlich am Platz eines mittelalterlichen Wohnturmes entstand um 1630 eine von Gräften umgebene Wasserschlossanlage der Herren von Rosenbach. Bis zur Säkularisation diente die Anlage den jeweiligen Besitzern als Amtssitz. Später war das Schloss Sitz der von Guttenbergischen Försterei und Rentverwaltung. Seit 1962 ist das Bauwerk im Besitz der Familie Krey.

Die Fassade des dreigeschossigen, massiven Baus aus unverputztem Bruchsteinmauerwerk über längsrechteckigem Grundriss, dessen Wassergräben heute verfüllt, aber noch nachvollziehbar sind, gliedern teilweise gekoppelte Fenstergewände aus Sandstein, die Renaissanceprofile schmücken. Die Eingangstür – unter der Jahreszahl 1630 und dem Wappen der Herren von Rosenbach – wird von Rechteckgewänden und einem Konsolsturz gerahmt. Im Obergeschoss sitzt auf Konsolen ein fünfseitiger Fachwerkerker mit Zeltdach. Im Inneren haben sich in den Obergeschossen qualitätvolle Stuckdecken erhalten.

Schloss Schackau, bei dem ein großer Teil Originalsubstanz erhalten ist, ist nunmehr eines von über 150 Projekten, die die private Denkmalschutzstiftung dank Spenden und Mittel der GlücksSpirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte.   +++

X