Stundenlang im Tunnel "gefangen"
Rettungszug-Alarm in Fulda: ICE-Tür öffnet sich bei 200 Stundenkilometern
Foto: Kreisfeuerwehrverband Main-Spessart e.V. / Instagram
02.09.2026 / LOHR AM MAIN -
"Der Einsatzauftrag umfasst die technische Hilfeleistung und Menschenrettung", schrieb die Feuerwehr Würzburg auf ihrem Instagram-Kanal.
Wurde eine Person aus dem Zug geschleudert?
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass möglicherweise eine Person aus dem Zug gestürzt oder gezogen worden war, lief eine großangelegte Suchaktion an. Einsatzkräfte kontrollierten nicht nur den Tunnel selbst, sondern auch die zuvor vom ICE befahrene Strecke ab Rohrbach. Dabei kamen zahlreiche Helfer zu Fuß, Suchhunde, eine Drohne sowie ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz. Das teils schwer zugängliche Gelände erschwerte die Suche zusätzlich.Der Rettungszug aus Fulda, der mit 29 Einsatzkräften der Feuerwehr Fulda sowie acht Personen des Rettungsdienstes besetzt war, setzte sich zeitnah nach der Alarmierung in Richtung Unterfranken in Bewegung. Nur kurze Zeit später wurde der Zug wieder abbestellt und kehrte zum Bahnhof Fulda zurück. Die Einsatzkräfte, die den Spezialzug besetzt hatten, blieben noch in Alarmbereitschaft, konnten aber anschließend auf ihre Dienststellen zurückkehren. Ein weiterer Rettungszug aus Würzburg erreichte dagegen gegen 23 Uhr das Südportal des Schönraintunnels.
So erlebten die Fahrgäste die Situation
Für die Reisenden zog sich der Abend dennoch erheblich in die Länge. Ein Fahrgast des ICE schilderte die Situation während des Einsatzes im Internet. "Wir sitzen jetzt seit knapp 4,5 Stunden hier im Tunnel", schrieb er gegen 23:45 Uhr. Die Kriminalpolizei sei zu diesem Zeitpunkt bereits zur Spurensicherung vor Ort gewesen und habe nach möglichen Zeugen gesucht. Mit etwas Galgenhumor ergänzte der Reisende: "Immerhin wurde das Bordbistro zur Plünderung freigegeben."