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Social Media-Verbot für unter 13-Jährige: Gesetzliche Altersgrenze sinnvoll?

Social Media: Eine Welt voller Möglichkeiten, aber auch Gefahren. Vor allem Kinder und Jugendliche müssen geschützt werden.
Symbolbilder: Pixabay

25.06.2026 / REGION - Digitale Welt voller Möglichkeiten, aber auch Gefahren: Der Schutz von Kindern und Jugendlichen rückt derzeit wieder stärker in den Fokus. Eine Expertenkommission hat eine Empfehlung herausgegeben. Dieser folgt auch Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU). Eine Altersgrenze von 13 Jahren für soziale Medien steht damit im Raum - und sorgt für hitzige Diskussionen.



OSTHESSEN|NEWS berichtete über das Thema bereits ausführlich. TikTok, Instagram, Snapchat, Facebook & Co. - sie alle bieten Inhalte in Fülle, oft auch unkontrolliert. Eine Expertenkommision hat dahingehend lange an Handlungsempfehlungen für den Kinder- und Jugendschutz gearbeitet. Insgesamt sind es 56. Hintergrund des Ganzen seien Sorgen vor gesundheitlichen Gefahren durch Inhalte wie Pornografie, Hass oder Mobbing. Auch das stundenlange Nutzen der Kanäle sei kritisch zu sehen.

Pläne sorgen für Diskussion

Prien spricht sich für eine gesetzliche Mindestaltergrenze von 13 Jahren für die Nutzung von Social-Media-Plattformen aus. Abgestufte Schutzvorkehrungen könnte es für 13- bis 18-Jährige geben. Für eine verlässliche Altersprüfung setzt die Politikerin auf die europäische EUDI-Wallet ab 2027. Plattformen könnten so das Alter der Nutzer tatsächlich kontrollieren. "Ich setze mich dafür ein, dass uns eine europäische Lösung gelingt", erklärt die 60-Jährige in einem Statement. Weiter heißt es: "Für den Fall, dass auf europäischer Ebene keine ausreichenden und zeitnahen Fortschritte erzielt werden, werde ich parallel die notwendigen nationalen Regelungen vorbereiten."

Andere Länder sind in der Sache bereits einen Schritt weiter. So hat Australien die Nutzung von Social Media Minterjährigen unter 16 Jahren den Zugang verwehrt. Das Gesetz gilt seit 10. Dezember 2025. Frankreich, Spanien oder auch Großbritannien prüfen ebenfalls strengere Regeln. Wie die Maßnahmen letztendlich ausfallen, wird sich zeigen.

Wie sehen das die Bürgerinnen und Bürger? OSTHESSEN|NEWS hat sich in der Fuldaer Innenstadt umgehört. Sehen Sie mehr in unserem Video. (mkr) +++
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