Spektakuläre Innovationen
Digitalisierung im Rettungswesen: Auf der RETTmobil wird Zukunft greifbar
Fotos: Constantin von Butler
08.05.2026 / FULDA -
Die RETTmobil zeigt dabei längst nicht mehr nur klassische Einsatzfahrzeuge oder technische Ausrüstung. Immer stärker rücken digitale Systeme, intelligente Medizintechnik und vernetzte Einsatzlösungen in den Mittelpunkt der Fachmesse. Viele Entwicklungen zielen darauf ab, Rettungskräfte im oftmals hektischen Alltag zu entlasten, Abläufe zu beschleunigen und gleichzeitig die Sicherheit von Patienten und Einsatzpersonal zu erhöhen. Von moderner Reanimationstechnik über digitale Einsatzführung bis hin zu virtuellen Trainingsmöglichkeiten wird deutlich, wie stark sich das Rettungswesen derzeit verändert.
Moderne Medizintechnik rettet Menschenleben
Ein Schwerpunkt liegt auf moderner Medizintechnik. Zoll Medical stellt mit dem "Zenix" einen neuen Monitor/Defibrillator vor, der Einsatzkräfte bei Beatmung und Reanimation unterstützen soll. Thomas Kuhlmann, Sales Manager bei ZOLL Medical, sagt: "Der Zenix wurde dafür gebaut, um einfach und schnell den Patienten effektiv zu betreuen." Besonders im Fokus steht das neue Touch-Display. "Wir wollten wirklich gucken, was funktioniert", erklärt Kuhlmann."Aus Erfahrungen lernen und Neues entdecken"
Mitten in diesem Innovationsumfeld präsentiert sich auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Fulda auf der RETTmobil. Vorstandsvorsitzender Christoph Schwab sieht die Messe vor allem als Plattform für Austausch und neue Ideen. "Für uns ist es wichtig, mit den Fachbesuchern in den Austausch zu gehen, um Neuigkeiten zu erkennen und aus Erfahrungen zu lernen", sagt Schwab. Das DRK Fulda zeigt unter anderem spezielle Land Rover Defender, die als Führungsfahrzeuge oder für Organtransporte eingesetzt werden können. "Wir können dieses Fahrzeug in vielfältiger Weise einsetzen – im unwegsamen Gelände oder eben auch auf der Straße", erklärt Schwab. Simulation ergänzt reale Einsatzpraxis
Auch virtuelle Ausbildung spielt eine immer größere Rolle. Firefighter VR will Feuerwehrarbeit digital erlebbar machen – für Training, Prävention und Nachwuchsgewinnung. Silas Fuchs, Projektverantwortlicher Firefighter VR, beschreibt das System als "ein virtuelles Tool für die Aus- und Weiterbildung und Nachwuchsgewinnung im Feuerwehrbereich und im Rettungswesen." Die reale Ausbildung soll dadurch nicht ersetzt, sondern ergänzt werden. "Die Vorbereitung darauf und die Nachbereitung können virtuell erfolgen. Ähnlich wie ein Flugsimulator oder ein Fahrsimulator", so Fuchs. Das Thema Digitalisierung ist auf dem Vormarsch
Auch Einsatzführung wird digitaler. Fireboard zeigt Softwarelösungen für Einsatzleiter-Tablets, Stäbe und Sanitätslagen. Fachberater Fabian Kriegel schildert: "In den letzten Jahren merkt man ganz klar, dass das Thema Digitalisierung immer weiter zunimmt und das Interesse an der Software natürlich auch wächst."Die RETTmobil macht damit deutlich: Die Zukunft des Rettungswesens ist nicht nur schneller und technischer – sie soll vor allem sicherer werden. (Constantin von Butler) +++