War es Nötigung?
Noch kein Beschluss: Sitzung zur Prüfung der Wahl zum Ausländerbeirat vertagt
Fotos: Philipp Gerhard
08.05.2026 / FULDA -
Am Donnerstagabend kam im Fuldaer Stadtschloss der Wahlprüfungsausschuss für die noch nicht bestätigte Wahl des Ausländerbeirates der Stadtverordnetenversammlung zusammen (OSTHESSEN|NEWS berichtete im Vorfeld darüber). In der Sitzung sollte der Beschluss darüber gefasst werden, ob die Wahl zum Ausländerbeirat für gültig erklärt werden kann oder nicht. Am Abend des 7. Mai konnte dahingehend allerdings noch kein endgültiger Beschluss gefasst werden.
Beschuldigter muss sich äußern können
Aktuell ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft zwar zu diesem Fall, dennoch handelt es sich bei den aktuell vorliegenden Indizien noch nicht um stichhaltige Beweise, dass es im Vorfeld der Wahl zu Nötigung gekommen ist. Auch die Anonymität des Schreibens und die in Deutschland übliche Unschuldsvermutung erschweren es zusätzlich, einen konkreten Ermittlungsansatz zu finden. Dazu erklärte der Vorsitzende Hans-Dieter Alt, dass aktuell keine rechtlich greifbaren Beweise vorliegen würden, der Ausschuss auch keine rechtliche Würdigung vornehmen könne. "Das ist den staatlichen Ermittlungsbehörden vorbehalten. Der Ausschuss hat aber eine politische Würdigung vorzunehmen. Die Ausschussmitglieder müssten nach eigenem Ermessen beurteilen, ob eine Unregelmäßigkeit vorliegen würde. Dieser Auffassung schloss sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder an."