Schaden von 1.400 Euro

Verliebt, vertraut - betrogen: Mann fällt Love‑Scamming‑Masche zum Opfer

Was als zarte Online‑Romanze begann, endete für einen Mann aus dem Raum Schlüchtern in einer bitteren Enttäuschung - und einem finanziellen Schaden von rund 1.400 Euro.
Symbolfoto: pixabay

07.05.2026 / SCHLÜCHTERN - Was als zarte Online‑Romanze begann, endete für einen Mann aus dem Raum Schlüchtern in einer bitteren Enttäuschung - und einem finanziellen Schaden von rund 1.400 Euro. Der Fall, den der Betroffene nun bei der Polizei zur Anzeige brachte, zeigt erneut, wie raffiniert sogenannte Love‑Scammer vorgehen und wie schnell aus digitalem Herzklopfen ein reales Problem werden kann.



Anfang des Jahres lernte der Mann über einen Chatroom eine vermeintliche Traumfrau kennen. Die Kommunikation verlagerte sich rasch auf einen Messenger - und ebenso schnell kamen die ersten Bitten um Geld. Zunächst ging es um kleine Beträge, angeblich für eine Reise, um ihn besuchen zu können. Doch die Forderungen stiegen. Immer neue Ausreden, immer neue Notlagen. Sogar ein angeblicher Anwalt mischte sich ein und versprach dem Mann eine Beteiligung an einem Autohaus – natürlich nur, wenn weiter Geld fließe. Vier Monate lang überwies der Mann immer wieder Beträge, bis er den Betrug erkannte, die Zahlungen stoppte und schließlich die Polizei einschaltete.

Die Ermittler sprechen von einem klassischen Fall von Love‑Scamming - einer Masche, bei der Täter gezielt emotionale Nähe aufbauen, um Vertrauen zu gewinnen und anschließend Geld zu erpressen. Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Betrugsformen und rät, bei Online‑Bekanntschaften besonders wachsam zu sein: Wer früh von Liebe spricht, ständig neue Notlagen schildert oder schnell auf andere Kommunikationskanäle wechseln will, sendet klare Warnsignale. Geld sollte grundsätzlich niemals an Personen überwiesen werden, die man nicht persönlich kennt.

Der Fall aus Schlüchtern zeigt: Die emotionale Verletzung wiegt oft schwerer als der finanzielle Schaden. Doch er zeigt auch, wie wichtig es ist, frühzeitig Grenzen zu setzen und im Zweifel die Polizei einzuschalten. Denn nur so lässt sich verhindern, dass aus einer vermeintlichen Liebesgeschichte ein teurer Albtraum wird. (mis/pm) +++

Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Betrugsformen.
Symbolfoto: O|N/Carina Jirsch

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