Guter Botschafter seiner Heimatregion

Langjähriger O|N-Mitarbeiter Dieter Graulich im Alter von 81 Jahren verstorben

Immer freundlich und zugewandt: unser freier Mitarbeiter im Vogelsberg, Dieter Graulich, ist tot. Das Bild ist auf der O|N-Weihnachtsfeier im Dezember 2025 entstanden.
Foto: Martin Engel

06.05.2026 / HERBSTEIN - Eine traurige Nachricht hat uns erreicht: Einer unserer langjährigen freien Mitarbeiter ist am vergangenen Mittwoch (29. April 2026) für immer von uns gegangen. Die Redaktion von OSTHESSEN|NEWS trauert um Dieter Graulich, der jetzt im Alter von 81 Jahren in seiner Heimatstadt Herbstein im Vogelsbergkreis gestorben ist.


Seit mehr als 25 Jahren hat der umtriebige Vogelsberger aus seiner Heimat berichtet, für die lokale Presse wie den Lauterbacher Anzeiger und die Alsfelder Allgemeine und auch für unser Nachrichtenportal über alles geschrieben, was Nachrichtenwert hatte. O|N-Gründer Martin Angelstein, dem die große journalistische Bandbreite von Dieter Graulich frühzeitig aufgefallen war, hatte ihn kurz nach der Gründung von OSTHESSEN|NEWS als freien Mitarbeiter verpflichtet.

Egal, was auch immer sich zwischen Lauterbach, Alsfeld, Mücke und Ulrichstein ereignete: Dieter Graulich wusste darüber Bescheid, verfasste den passenden Text und lieferte die Fotos. Lokalpolitik, Landwirtschaft, Natur- und Denkmalschutz, regionale Vereinsarbeit und Traditionspflege, lokale Ereignisse aller Art und nicht zuletzt kulturelle Highlights aus dem Vogelsberg interessierten den bis zuletzt sportlichen Senior. Zuletzt war er für O|N bei der Versteigerung der legendären Rolle des Bajazz und hat auch wie jedes Jahr vom Herbsteiner Springerzug berichtet. Seine breit gefächerten Interessen und seine lange journalistische Erfahrung machten ihn zum versierten Botschafter des Vogelsbergkreises, der den meisten seiner Mitmenschen gut bekannt war.

O|N-Chef Christian P. Stadtfeld würdigt Dieter Graulich als "verlässlichen Reporter", der die VB-Berichterstattung auf OSTHESSEN|NEWS durch "seinen persönlichen Einsatz über Jahrzehnte stark geprägt" habe. "Wir und auch die Vulkanregion Vogelsberg verlieren mit seinem Tod eine wichtige Stimme. Das O|N-Team ist traurig und wünscht Dieter Graulichs Familie in diesen schweren Stunden viel Kraft."

Geboren wurde Dieter Graulich am 30. Dezember 1944 im Feldataler Ortsteil Ermenrod, wo er von 1951 bis 1959 die Volksschule und bis 1961 die landwirtschaftliche Berufsschule besuchte. Anschließend arbeitete er im elterlichen Betrieb und im Sägewerk in Ehringshausen. Ein wichtiger Lebensabschnitt folgte: 1963 wurde er zur Bundeswehr nach Fritzlar eingezogen, sein letzter Dienstgrad war Stabsunteroffizier. Er fungierte als Pressefeldwebel, Jägerfeldwebel, S3-Feldwebel und Kompaniefeldwebel und war Oberstabsfeldwebel der Reserve. Über 50 Jahre war Dieter Graulich Mitglied der Reservistenkameradschaft (RK) Alsfeld, davon zehn Jahre deren Vorsitzender.

Seine Ausbildung absolvierte er im mittleren technischen Dienst beim Kulturamt Lauterbach, wo er bis Dezember 2000 als Vermessungsbeamter arbeitete. 2001 wurde er zur Hauptabteilung Landwirtschaft, Forsten und Naturschutz beim Landrat des Vogelsbergkreises versetzt und nach kurzer Zeit zum zentralen technischen Prüfdienst Hessen beim Regierungspräsidium Gießen abgeordnet. Ab 1. März 2008 befand er sich im Ruhestand, doch seine ehrenamtliche Arbeit für zahlreiche Vereine und die unermüdliche Pressearbeit für die verschiedenen Publikationen intensivierte Dieter Graulich noch. Für sein großes ehrenamtliches Engagement wurden ihm im Juli 1992 der Ehrenbrief des Landes Hessen, im April 1992 das silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande, im März 2001 das Bundesverdienstkreuz am Bande, im April 2002 das Ehrenkreuz der Bundeswehr in Gold und im Dezember 2009 das Europakreuz der CEAC-Sektion Deutschland (Kyffhäuser) sowie im November 2008 von der SPD die Willy-Brandt-Medaille verliehen.

Die Trauerfeier für Dieter Graulich findet am Freitag, den 8. Mai 2026, um 14 Uhr in der Friedhofshalle in Herbstein statt. (Carla Ihle-Becker) +++

Stets auf Achse im ganzen Vogelsbergkreis: So kannte man Dieter Graulich.
Foto: LA/Gernot Schobert

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