"Haarscharf einer Katastrophe vorbei"

Bus voller Schüler kracht auf A7 in Lkw: Busfahrer aus Fahrzeug geschleudert

Unfall am Dienstagmorgen auf der A7. Ein Lkw ist wohl in einen Schulbus gekracht.
Fotos: Marvin Myketin

06.05.2026 / KIRCHHEIM - Großeinsatz der Rettungskräfte am Dienstagmorgen: An der Raststätte Kirchheim-Ost (Kreis Hersfeld-Rotenburg) kam es gegen 7:15 Uhr zu einem Zusammenstoß zwischen einem Schulbus und einem Lkw. Zwei Personen wurden verletzt, darunter der Busfahrer. Es wurde ein Massenanfall an Verletzten alarmiert.


Nach derzeitigen Erkenntnissen fuhr der 37-jährige Fahrer eines Linienbusses von Kirchheim kommend auf die BAB 7 auf, wobei es im Bereich des Einfädelungsstreifens zum Zusammenstoß mit dem Sattelzug eines 52-jährigen Fahrers aus der Ukraine kam, der die BAB 7 vom Hattenbacher Dreieck kommend in Fahrtrichtung Bad Hersfeld West befuhr. Der Bus wurde in der Folge des Anstoßes nach rechts auf einen dortigen Parkplatz abgewiesen. Dort kollidierte er zunächst mit dem Auflieger eines geparkten Sattelzuges und einem weiteren Fahrzeuggespann, bevor er im Grünstreifen zum Stehen kam.

Der Bus war zum Unfallzeitpunkt nach derzeitigen Erkenntnissen mit 14 Fahrgästen - vornehmlich Schülerinnen und Schüler - besetzt. Diese konnten durch die Einsatzkräfte in das umgehend in Kirchheim eingerichtete Betreuungszentrum gebracht und dort versorgt werden. Eine 13-jährige Schülerin wurde leicht verletzt.

Busfahrer aus Bus geschleudert

Marcel Preuß, Gruppenführer der Feuerwehr, erklärt unserem Reporter vor Ort: "Der Busfahrer wurde aus dem Fahrzeug geschleudert, anschließend kam der Bus auf einem Parkplatz zum Stehen". Dabei zog sich der Fahrer leichte Verletzungen zu. Er und die Schülerin wurden in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht.

Die Einsatz- und Rettungskräfte waren mit fünf Rettungswagen und zwei Notärzten vor Ort. Außerdem im Einsatz war die Feuerwehr Kirchheim und Aulatal mit 25 Kräften. Zur Rekonstruktion des Unfallgeschehens wurde durch die Staatsanwaltschaft Fulda ein Gutachter beauftragt. Neben Einsatz- und Rettungskräften war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz.

Der Bürgermeister von Kirchheim, Axel Schmidt (CDU), war ebenfalls vor Ort. Er erklärt: "Wir sind haarscharf an einer Katastrpphe vorbeigeschrammt. Die Verletzungen sind zum Glück nicht so schwerwiegend. Vielen Dank an die Einsatzkräfte, die so schnell vor Ort waren."

Der entstandenen Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 150.000 Euro. Für die Dauer der Maßnahmen am Unfallort kam es im Bereich der Anschlussstelle Kirchheim für rund dreieinhalb Stunden zu Verkehrsbeeinträchtigungen. (mp) +++

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