Möglicher Einsatz in der Straße von Hormus
Jetzt geht es los: Minenjagdboot "Fulda" in Richtung Mittelmeer gestartet
Archivfotos: O|N / Rene Kunze
05.05.2026 / KIEL/FULDA -
Mit der Mittelmeer-Stationierung des Minenjagdbootes "Fulda" setzt Deutschland den ersten Schritt für eine mögliche Beteiligung an einem Einsatz in der Straße von Hormus. Mit an Bord befindet sich ein gut ausgebildetes Taucher-Team, geleitet von Berufssoldat und Fregattenkapitän Michael Voigt, sowie ferngelenkten Drohnen zum Aufspüren von Minen. Nun ist das Minenjagdboot von Kiel in Richtung Mittelmeer gestartet.
Bei der Verlegung handelt es sich um eine sogenannte "Vorausstationierung", die zur Vorbereitung für einen multinationalen Einsatz in der Straße von Hormus dient. Hierdurch möchte man Zeit und Weg sparen, für den Fall, dass es tatsächlich zu einem Einsatz in der Meerenge beim Iran kommt.
Kein Einsatz ohne Waffenruhe
Angekündigt wurde die Verlegung im Voraus schon durch Verteidigungsminister Boris Pistorius (CDU), sie ist aber an Voraussetzungen gebunden. Beispielsweise komme ein Einsatz während aktiver Kampfhandlungen zwischen den USA und dem Iran nicht infrage. Außerdem benötigt es noch die Zustimmung des Bundestages, ohne die internationale Einsätze der Bundeswehr nicht durchgeführt werden dürfen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zeigt sich bezüglich eines Einsatzes in der Straße von Hormus nicht abgeneigt, verwies aber explizit darauf, dass es erst eine Waffenruhe in der Region geben müsse.
Fulda ist Patenstadt für das Minenjagdboot
Da die Barockstadt als Patenstadt in enger Verbindung mit dem Boot und natürlich auch der Besatzung steht, erreichten die Soldaten natürlich auch Grüße aus der Kommunalpolitik. Oberbürgermeister der Stadt, Dr. Heiko Wingenfeld drückte in der vergangenen Woche seine Verbundenheit zur Besatzung aus. "Unsere Gedanken sind bei den Besatzungsmitgliedern, die durch die Teilnahme am risikoreichen Einsatz im Mittelmeer und möglicherweise auch im Persischen Golf einen wichtigen Beitrag für unsere Sicherheit und für die Freiheit der internationalen Schifffahrtswege leisten", so der Oberbürgermeister.