Größere Produktionshalle für Werner Schmid GmbH: 10 Millionen-Investition
Die neue Produktionshalle macht das Unternehmen fit für die Zukunft
Fotos: O|N / Marvin Myketin
05.05.2026 / FULDA -Was fast fünf Jahre dauerte, konnte am Montagvormittag endlich gefeiert werden: Mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und sozialem Leben weihte die Werner Schmid GmbH nach Jahren harter Arbeit - mit einigen Herausforderungen aber auch vielen Erfolgen - endlich seine neue Produktionshalle ein. Insgesamt rund 10 Millionen Euro sind in die Sanierung und den Umbau geflossen. Die Idee für den Ausbau entstand bereits 2018, als sich die Nachfrage in der Kunststoffindustrie massiv erhöhte und die Nachbarhallen zugekauft wurden, um die Betriebsflächen zu vergrößern.
Landrat Bernd Woide betonte im Gespräch mit OSTHESSEN|NEWS wie wichtig es ist, zu sehen, was mit unternehmerischem Mut in einem familiären und mittelständischen Unternehmen alles möglich ist. "Projekte wie die Kunststofffertigung sind ein Leuchtturm für die heimische Wirtschaft und damit ist das ein schöner Tag für die Region", sagte er am Montagvormittag. Landtagsabgeordneter Sebastian Müller (CDU) sah im Ausbau die Innovationskraft und die Wertschätzung familiären Zusammenhalts gespiegelt. Das Unternehmen ist seit 1946 im Familienbesitz und feiert demnächst sein 80-jähriges Bestehen.
Herausforderungen in schwierigen Zeiten
Selbstverständlich haben die geopolitischen und wirtschaftlichen Probleme der letzten Jahre auch vor der Werner Schmid GmbH nicht Halt gemacht. Martin Konow, Geschäftsführer der IHK Fulda, betonte dennoch, dass dies keine Zeit zum Lamentieren sei: "Wir bekommen das Boot erst wieder zum Laufen, wenn wir gemeinsam handeln und Perspektiven schaffen. Das Unternehmen ist ein wichtiger und verlässlicher Partner der Region." Geschäftsführer Matthias Hauß verglich das langgehegte Projekt augenzwinkernd mit einem bekannten Großprojekt: "Für uns war es wie bei der Elbphilharmonie ein Bauprojekt mit Herausforderungen und einem zunächst kleineren Vorhaben, aber einem, das begeistert."
Der Umbau dient neben dem Ausbau der Produktionskapazitäten vor allem der Energieeffizienz und wurde ausschließlich von eigenen Mitarbeitern des Unternehmens sowie regionalen Handwerksbetrieben umgesetzt. Neben den 4.000 Quadratmetern zusätzlicher Produktionsfläche, die 30 Prozent mehr Umsatz versprechen, kann nun deutlich energieeffizienter gearbeitet werden mit der Möglichkeit, dabei noch mehr Wärme und Energie zu speichern.
Veränderungen noch im vollen Gange
Laut Produktionsleiter Sebastian Iwers steht die komplette Inbetriebnahme kurz bevor: "Bereits heute sind ca. 70 Prozent des Umzugs fertiggestellt und wir sind guter Dinge, gegen Jahreswechsel den kompletten Ausbau vollzogen zu haben." Noch etwas also, das es im Jubiläumsjahr zu feiern gibt. (Nils Otterbein) +++