Um 12 Uhr Preise um 16 Cent gestiegen

Sprit sollte billiger werden - doch aktuell passiert das Gegenteil

Seit Sonntag gilt bundesweit der zweite Teil des neuen Tankgesetzes, das die Energiesteuer auf Kraftstoffe senken soll.
Collage O|N

05.05.2026 / FULDA - Seit Sonntag gilt bundesweit der zweite Teil des neuen Tankgesetzes, das die Energiesteuer auf Kraftstoffe senken soll. Rund 16,7 Cent pro Liter weniger - so die Theorie. Doch an den Zapfsäulen in Fulda zeigte sich am Freitag ein anderes Bild: Die Preise zogen zur Mittagszeit spürbar an.



Nach Beobachtungen vor Ort stieg der Preis für Diesel innerhalb kurzer Zeit von 2,03 Euro auf 2,19 Euro pro Liter. Super E10 verteuerte sich von 1,94 Euro auf 2,10 Euro, Super von 1,99 Euro auf 2,15 Euro. Damit legten alle Sorten um exakt 16 Cent zu - und damit um nahezu denselben Betrag, den die Steuersenkung eigentlich entlasten sollte. Auch bundesweit meldete der ADAC deutliche Preissprünge. Der Automobilclub sprach von einem "sehr klaren Anstieg", der sich bereits am Donnerstag abgezeichnet hatte. Der Ölpreis lag am Freitag bei knapp 111 Dollar pro Fass.

In Fulda nutzten viele Autofahrerinnen und Autofahrer die frühen Morgenstunden, um noch vor der erwarteten Preisanpassung zu tanken. An mehreren Tankstellen bildeten sich Schlangen, teils bis auf die Straße. Die Frage, ob Mineralölkonzerne die Steuersenkung tatsächlich vollständig weitergeben oder ob Preisstrategien dahinterstehen, lässt sich nach Einschätzung von Experten erst in den kommenden Tagen zuverlässig beantworten.

Fest steht: Die erhoffte Entlastung an der Zapfsäule blieb in Fulda zunächst aus – und sorgt bei vielen für Unverständnis. (mis) +++

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