Endlich mal gute Nachrichten
10.000 Hektar, 27 Millionen Bäume – Hessens Wälder wachsen wieder
Symbolbild: Pixabay
04.05.2026 / HESSEN -
Es ist eine gute Nachricht, die HessenForst meldet: Ein wichtiger Meilenstein bei der Wiederbewaldung geschädigter Waldflächen wurde erreicht. Seit den verheerenden Extremwetterereignissen ab 2018 hat HessenForst rund 10.000 Hektar der über 40.000 Hektar umfassenden Schadflächen im hessischen Staatswald aktiv wiederbewaldet. Seit Beginn der Wiederbewaldung wurden insgesamt 27 Millionen junge Bäume gepflanzt – allein in der zurückliegenden Pflanzsaison 2025/2026 kamen 2,7 Millionen Pflanzen hinzu.
Im Mittelpunkt der aktuellen Saison standen erneut klimaangepasste Baumarten: Besonders häufig wurden Eiche und Douglasie gepflanzt. Beide Arten zeichnen sich durch eine hohe Trockenheitstoleranz aus und liefern zugleich wertvolles Holz für Möbel, den Hausbau und andere hochwertige Anwendungen – ein wichtiger Beitrag sowohl für Klimaschutz und -anpassung als auch zur nachhaltigen Holzversorgung.
Natur und Forstleute arbeiten Hand in Hand
Neben der aktiven Aufforstung profitiert HessenForst zunehmend von natürlichen Prozessen: Auf großen Teilen der Schadflächen haben sich Bäume durch natürliche Ansamung selbst etabliert. Wo sich bereits ein artenreicher, standortgerechter und klimastabiler Mischwald entwickelt, übernehmen die Försterinnen und Förster diese Naturverjüngung und unterstützen sie gezielt.Auf Flächen, auf denen die natürliche Verjüngung zu wenig Baumartenvielfalt aufweist, werden ergänzend weitere klimastabile Arten nachgepflanzt. Dort, wo sich Baumarten verjüngt haben, die mit dem künftigen Klima nicht gut zurechtkommen, passen die Forstleute die Bewirtschaftung so an, dass möglichst schnell ein Waldumbau hin zu besser geeigneten Baumarten möglich wird.
Neue Schwerpunkte: Pflege und Waldumbau
Mit dem Fortschreiten der Wiederbewaldung verlagert sich der Arbeitsschwerpunkt von HessenForst: Die Pflege der jungen, neu entstandenen Wälder gewinnt zunehmend an Bedeutung. Ziel ist es, eine möglichst intensive Durchmischung verschiedener Baumarten zu sichern und so stabile, strukturreiche Mischwälder zu entwickeln. Gleichzeitig bleibt der aktive Waldumbau in bestehenden Fichten- und Buchenwäldern ein zentrales Handlungsfeld. Rekord bei "Dein Tag für den Wald"
Die landesweite Pflanzaktion "Dein Tag für den Wald" erlebt 2026 ihren bisher größten Zuspruch: Knapp 2.900 freiwillige Helferinnen und Helfer beteiligten sich an der Aktion – so viele wie in keinem Jahr zuvor. Gemeinsam pflanzten sie rund 21.600 Bäume und unterstützten darüber hinaus vielfältige weitere Maßnahmen, darunter Müllsammelaktionen in den Wäldern.Die Aktion findet jährlich rund um den Internationalen Tag des Waldes am 21. März in den hessischen Forstämtern statt und bietet allen Interessierten die Möglichkeit, den Wald aktiv mitzugestalten. "Die Bereitschaft, Zeit und Kraft für unsere Wälder einzusetzen, ist beeindruckend und bewegt uns sehr. Jede einzelne gepflanzte Eiche, jede Douglasie, die in die Erde gebracht wird, ist ein gutes Zeichen für unseren Wald. Denn wer selbst einmal einen Baum gepflanzt hat, entwickelt eine ganz andere Bindung zum Wald und trägt diese Botschaft in sein persönliches Umfeld weiter. Der hessische Wald hat dieses Jahr somit viele neue Botschafterinnen und Botschafter gewonnen. Wir danken allen Beteiligten von Herzen für dieses außergewöhnliche Engagement", so Frey. (mp/pm) +++
Symbolbild: Pixabay