Zehn Jahre Vespa-Gemeinschaft

Italienisches Lebensgefühl: Vespa-Segnung vor der Stadtpfarrkirche

Vor der Stadtpfarrkirche in Fulda fand am Sonntag die Vespa-Segnung statt.
Fotos: Erik Spiegel

04.05.2026 / FULDA - Das charakteristische Knattern italienischer Motorroller war am Sonntagmittag vor der Stadtpfarrkirche in Fulda zu hören: Zahlreiche Vespa-Fahrerinnen und -Fahrer aus der Region hatten sich dort zur jährlichen Vespa-Segnung versammelt. Stadtpfarrer Stefan Buß spendete den Fahrzeugen und ihren Fahrern den Segen für die neue Saison.



Die Veranstaltung fand bereits zum sechsten Mal statt und stand zugleich im Zeichen eines Jubiläums: Die Gemeinschaft "Vespa Fulda" besteht in diesem Jahr seit zehn Jahren. "Was ursprünglich als kleine WhatsApp-Gruppe unter Freunden begann, hat sich zu einer offenen Gemeinschaft für Vespa-Begeisterte entwickelt", sagte Andreas Ruhl, Gründer und Organisator. Mittlerweile zähle die Gruppe nahezu 200 Mitglieder. "Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Spaß am Fahren, der Austausch und das Miteinander."

In seiner Ansprache machte Stadtpfarrer Stefan Buß deutlich, dass eine Segnung nicht als Garant für eine sorgenfreie Fahrt zu verstehen sei. "Segnung heißt nicht, dass nichts mehr passieren kann. Sie verbindet das Vertrauen auf Gottes Schutz mit der Verantwortung jedes Einzelnen, aufmerksam und rücksichtsvoll im Straßenverkehr unterwegs zu sein", betonte Buß. Die Segnung gelte dabei nicht nur den Maschinen, sondern vor allem den Menschen.

Im Anschluss stellten die Organisatoren den Ablauf der gemeinsamen Ausfahrt vor. Kai Diegelmann erläuterte den Teilnehmern die geplante, rund 30 Kilometer lange Strecke, die durch den Fuldaer Raum und die Vorderrhön führen sollte und in Dipperz endete. Unterwegs seien mehrere Sammelpunkte vorgesehen, damit die Gruppe zusammenbleibe.

Ein Obolus für die Gemeinschaft

Auch organisatorische Hinweise gehörten zum Programm. Nicole Born bat insbesondere um Rücksicht während der Fahrt: "Wenn möglich, sollten die 50er vorne fahren, damit sich die Gruppe nicht zu sehr auseinanderzieht." Zudem wurde vor Ort ein Obolus eingesammelt. "Der Erlös kommt der Kirche zugute. Dank der Spenden aus dem vergangenen Jahr konnte unter anderem eine neue Lautsprecheranlage angeschafft werden."

Nach der Segnung starteten die Vespa-Fahrer bei sonnigem Wetter zur gemeinsamen Ausfahrt. Die Vespa-Segnung vor der Stadtpfarrkirche hat sich damit erneut als fester Termin im Kalender der regionalen Zweiradszene etabliert. (mmb) +++

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