Rennsport vom Feinsten

Kurven, Tempo, Präzision: Slalomwochenende begeistert in Pfordt

Mehr als 20 Grad und kein Regen - bessere Bedingungen hätten sich der AC Schlitz und der MSC Fulda für ihr 4. Slalomwochenende kaum wünschen können.
Fotos: Moritz Bindewald

04.05.2026 / SCHLITZ - Kein Regen und mehr als 20 Grad - bessere Bedingungen hätten sich der AC Schlitz und der MSC Fulda für ihr 4. Slalomwochenende kaum wünschen können. Zum ersten Mal richteten die beiden Vereine dabei auch einen Lauf zur Deutschen Slalom-Meisterschaft aus. Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich das Spektakel der heulenden Motoren und rasanten Manövern nicht entgehen zu lassen.



Nachdem die drei vorangegangenen Auflagen der Doppelveranstaltung vom Deutschen Motorsportverband zur Ausrichtung eines Deutschen Meisterschaftslaufs beauftragt wurden, war es in diesem Jahr soweit.

Gefahren wird auf der gut zwei Kilometer langen und kurvenreichen Kreisstraße zwischen den Schlitzer Stadtteilen Fraurombach und Pfordt im Vogelsbergkreis. Die Strecke diente einst als Wertungsprüfung sowohl der Vogelsbergrallye als auch der Rallye des AC Schlitz und hat damit eine lange Motorsporttradition in der Region.

An diese Tradition wollten die beiden ehemaligen Rallyefahrer Marcel Schuhej und Mark Kemmler anknüpfen, als sie das Slalomwochenende ins Leben riefen. Am Samstag gingen rund 80 Starter auf die Strecke – beim 3. Lauf zur Deutschen Slalom-Meisterschaft Region Süd. Am Sonntag folgte der 8. Slalom Osthessen am See als Lauf zur Hessenmeisterschaft und dem Main-Kinzig-Pokal.

Rund 140 ehrenamtliche Helfer

Für die heimischen Farben gingen unter anderem Mark Kemmler (AC Schlitz) sowie Marcel Schuhej, Timo Weiß, Carla und Markus Weber Herbst vom MSC Fulda an den Start. Beide Renntage wurden live auf YouTube übertragen. Den rund 140 ehrenamtlichen Helfern sowie Bürgermeister Heiko Siemon und den beteiligten Behörden galt der Dank der Veranstalter.

Im Rückblick auf das Wochenende sagt Sprecher des Orga-Teams Jörg Schuhej gegenüber OSTHESSEN|NEWS: "Es waren anstrengende, lange, aber auch unglaublich schöne Tage." Den Gesamtsieg am Samstag brachte Florian Bodin mit seinem Porsche 996 GT2 nach Hause. "Eine geniale Leistung", so Schuhej. Am Sonntag siegte die Startnummer 22 - Matthias Nausch mit seinem VW Polo 86c. "Eine wirklich tolle Leistung mit so einem kleinen Auto, eine Überraschung und hochverdient", lobt Schuhej.

Auch die heimischen Sportler hätten sich wacker geschlagen. So erreiche Marcel Schuhej einmal den zweiten und einen ersten Platz und Mark Kemmler zwei zweite Plätze in ihren jeweiligen Gruppen. Mit dem Slalom am Sonntag endet ein bewegtes Rennwochenende, das Fahrerinnen und Fahrern wie auch Zuschauenden sicher in Erinnerung bleiben wird. Ein Motorsport-Highlight, das in der Form in der Region seines Gleichen sucht. (mmb) +++

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