Löscharbeiten am körperlichen Limit

Großbrand auf Aussiedlerhof: Lagerhalle steht komplett in Flammen

Großbrand im Wetteraukreis: Lagerhalle zwischen Ranstadt und Ober-Mockstadt vollständig zerstört.
Fotos: 5VISION.NEWS

08.04.2026 / RANSTADT - Ein Großbrand hat am Mittwochmorgen eine Lagerhalle zwischen Ranstadt und Ober-Mockstadt im Wetteraukreis (direkt an der Grenze zu Osthessen) vollständig zerstört. Als die ersten Einsatzkräfte gegen 09:00 Uhr eintrafen, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. In der Halle lagerten große Mengen Stroh - ein Material, das sich besonders schnell entzündet und die Löscharbeiten massiv erschwert.



Der Einsatz entwickelte sich von Beginn an zu einer Herausforderung. Die Feuerwehr setzte zunächst alles daran, umliegende Gebäude zu schützen. Dieses Vorgehen zeigte Wirkung, sodass ein Übergreifen der Flammen verhindert werden konnte. Gemeindebrandinspektor Daniel Trautmann schilderte die Lage vor Ort: "Beim Eintreffen stand die Lagerhalle bereits in Vollbrand." Zudem habe "der Brand auf das Dach übergegriffen und drohte, weitere Teile der Halle zu erreichen".

Löschwasser über lange Strecken transportiert

Die Situation wurde zusätzlich durch die fehlende feste Wasserversorgung erschwert. Löschwasser musste über längere Strecken herangeführt werden. Neben Tanklöschfahrzeugen kamen auch Traktoren mit Wasserfässern zum Einsatz, die im Pendelverkehr arbeiteten. Gleichzeitig wurden mehrere Strahlrohre sowie zwei Drehleitern eingesetzt, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. "Wir konnten durch schnelle Maßnahmen die Ausbreitung verhindern", so Trautmann.

Kräftezehrender Einsatz für die Feuerwehrleute

Doch der Einsatz ist noch lange nicht beendet. Um alle Glutnester zu erreichen, muss die Halle Stück für Stück abgetragen werden. Das Dach wird geöffnet, die Strohballen auseinandergezogen und einzeln gelöscht - ein aufwendiger und kräftezehrender Prozess.

Auch die Belastung für die Feuerwehrleute ist enorm. Hitze, Rauch und körperliche Anstrengung fordern ihren Tribut. "Es ist ein sehr anstrengender Einsatz - wir werden nach und nach die Einsatzkräfte austauschen müssen", erklärt Trautmann. Unterstützung kommt dabei aus der Region: "Die Gemeinde kümmert sich aktuell um die Versorgung der Einsatzkräfte" und "andere Vereine versorgen uns mit warmen Mahlzeiten".

Der Einsatz dürfte sich noch bis in die Nacht hineinziehen. (Constantin von Butler) +++

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