Ortsschild sollte versetzt werden

Gefahr am Ortseingang: CWE fordert Maßnahme zur Verkehrssicherheit

Der Eichenzeller CWE-Vorsitzende Alfons Schäfer sorgt sich um die Verkehrssicherheit.
Fotomantage CWE

08.04.2026 / EICHENZELL - Die CWE setzt sich seit Jahren intensiv mit der Verkehrssicherheit in der Gemeinde Eichenzell auseinander. Alle Maßnahmen zur Verkehrssicherheit, die bisher in den Ortsteilen durchgeführt wurden, wurden einstimmig unterstützt. Die größte Gefahrenstelle befindet sich zurzeit im Ortsteil Rothemann am Ortseingang an der B 279/Haimbuchstraße von Fulda kommend. Nach einigen Anträgen der CWE in der Gemeindevertretung, das Ortsschild 150 Meter Richtung Fulda zu versetzen, um einen sicheren Übergang für Fußgänger zum Bankautomaten und für Radfahrer zum Radweg zu gewährleisten.



Weil nichts geschieht, fragt sich Fraktionsvorsitzender Alfons Schäfer, wem die Versetzung des Ortsschildes denn eigentlich schaden würde. Auf der Gegenseite von Döllbach kommend, steht das Ortsschild bereits 200 Meter vor der ersten Einfahrt, obwohl dort ebenfalls keine durchgehende Bebauung vorliegt.

Die Anträge der CWE wurden von der Gemeinde an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Statt eines Ortstermins folgte lediglich eine ablehnende Begründung, die lautete: "Nach Prüfung der Sach- und Rechtslage sowie der Beteiligung der Fachbehörden Hessen Mobil und Polizei komme ich zum Ergebnis, dass dem Ersuchen nicht entsprochen werden kann. Um den Standort der Ortstafel zu bestimmen, muss beispielsweise eine geschlossene Bebauung und häufige Fußgängerüberquerung vorliegen." Diese Voraussetzungen seien nicht gegeben. Doch aus Sicht der CWE sind diese Voraussetzungen jedoch durchaus gegeben. Bezüglich der beantragten LSA-Signalanlage bez. der Bedarfsampel werde argumentiert, dass diese nur bei hohem Verkehrsaufkommen umgesetzt werden könne. Im Normalfall befahren diesen Knotenpunkt ca. 10.000 bis 12.000 Fahrzeuge pro Tag. Bei häufigen, teils täglichen Baustellen und Umleitungen auf der Autobahn A 7 sind es sogar bis zu 20.000 Fahrzeuge täglich.

Nach Ansicht der Behörde ist das Verkehrsaufkommen dennoch nicht ausreichend. Zudem bestehe für Verkehrsteilnehmer aus der Haimbuchstraße / B 279 die Möglichkeit, mit einem lediglich geringen Umweg von etwa 500 Metern durch das Dorf auf den LSA-geregelten Knotenpunkt B 279/ Barbarastraße / Welkerser Straße zu fahren.

Die CWE, die diese Anträge gestellt hat, ist weiterhin der Meinung, dass es nicht möglich ist, diese gefährliche Stelle sachgerecht zu beurteilen, ohne sich vor Ort ein Bild gemacht zu haben. Eine Einschätzung der Sachlage wird mit der genannten Begründung mitgeteilt.

"Wir haben stets darauf hingewiesen, dass die ankommenden Fahrzeuge den Ort mit hoher Geschwindigkeit passieren. Aufgrund der Ablehnung, die wir nicht nachvollziehen können, haben wir zur Überprüfung eine Geschwindigkeits-Messtafel in dem Bereich installiert. Das Ergebnis ist schockierend: Mehr als 75 Prozent der Fahrzeuge passieren die Haimbuchstraße am Ortsschild mit einer Geschwindigkeit zwischen 60 und 80 km/h. Diese Geschwindigkeit kann weder von Fußgängern noch von Radfahrern oder Autofahrern richtig eingeschätzt werden. Das Versetzen des Ortsschildes wäre eine Maßnahme zur Reduzierung der Geschwindigkeit und würde gleichzeitig eine sichere Überquerungsmöglichkeit für Fußgänger und Radfahrer schaffen.

Abschließend meint Alfons Schäfer, wenn die vorgenommenen Messungen kein Grund zum Handeln seien, müsse man davon ausgehen, dass die Sicherheit nicht als notwendige Priorität gesehen werde. (pm/ci)+++



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