"Die Hoffnung stirbt zuletzt"

O|N hört sich um: So ist die Stimmung an den Tankstellen

Am Dienstag erreichten die Dieselpreise einen neuen Rekordpreis.
Fotos: Marvin Myketin

09.04.2026 / FULDA - Positive Nachrichten am Mittwochmorgen: Der Iran und die USA haben sich kurz vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus geeinigt. Die Konsequenz: Die Ölpreise gaben direkt deutlich nach. OSTHESSEN|NEWS hat sich an den Tankstellen umgehört, ob dieser Hoffnungsschimmer die Stimmung bei den Autofahrern hebt.


Die Preise für Benzin und Diesel haben in den letzten Wochen die Schlagzeilen dominiert - vor allem seit der Spritpreisbremse, die statt zu entlasten seit dem 1. April für noch mehr Frust an den Tankstellen sorgte.

Tankpreise explodierten in den letzten Tagen

Die neue Regel sorgt zwar dafür, dass es seltener zu kurzfristigen Preissprüngen an den Zapfsäulen kommt - am Ende bleibt Tanken aber trotzdem teuer. Seitdem es die Regelung gibt, dass nur noch um 12 Uhr erhöht werden darf, erreichen die Spritpreise täglich einen neuen Spitzenwert.

"Natürlich schaut man aktuell immer mal auf die Uhr und versucht, noch vor 12 Uhr zu tanken. Da ist dann auch wirklich immer viel los", erklärt eine Tankstellenkundin. "Ärgerlich ist vor allem, dass es in anderen Ländern aktuell besser funktioniert und es günstiger ist. Die Spritpreisbremse scheint bei uns also nicht allzu sehr zu helfen", sagt ein weiterer Kunde im Gespräch mit O|N. Der Frust ist also weiterhin groß. "Viel kann man ja nicht machen, zur Arbeit muss man schließlich", heißt es.

"Die Hoffnung stirbt zuletzt"

Eine Tankstellenmitarbeiterin sieht die aktuelle Situation jedoch nicht gänzlich negativ. "Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Natürlich bangt man, dass sich die Preise wieder einpendeln, jetzt, wo es sich im Iran hoffentlich etwas beruhigt. Aber so ganz dran glauben kann ich erst, wenn ich es sehe." Allgemein merke sie, dass am Vormittag aktuell immer sehr viel los ist - bei unserem Besuch um kurz nach 12 Uhr war jedoch schon alles wie leergefegt. "Ab dem Mittag ist wirklich nur noch wenig Kundschaft da. Die Leute bleiben aber trotz allem Frust freundlich und lassen ihren Ärger nicht an uns aus, man kommt einfach nur öfter ins Gespräch: Im Endeffekt sind wir ja auch selbst betroffen."

Unsere Umfrage zeigt, dass die Stimmung an den Zapfsäulen angespannt bleibt. Richtige Zuversicht kommt bei den Tankenden vermutlich erst auf, wenn die Preise wirklich wieder stabil sinken. Mehr Eindrücke von der Laune an den Tankstellen am Mittwochmittag können Sie sich im Videobeitrag anschauen. (ems) +++

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