Bewohner befreien sich

Flammen schlagen aus dem Dach: 60 Kräfte kämpfen gegen Wohnhausbrand

Wohnhausbrand in Bad Hersfeld-Petersberg: Flammen schlagen aus dem Dachstuhl, Großaufgebot der Feuerwehr im Einsatz.
Fotos: O|N / Philipp Apel

08.04.2026 / BAD HERSFELD - Was zunächst als Rauchentwicklung gemeldet wurde, entwickelte sich schnell zu einem Wohnhausbrand mit gefährlicher Ausbreitung bis in den Dachstuhl. Flammen schlugen aus der Dachhaut, dichter Rauch zog durch das Gebäude. Rund 60 Einsatzkräfte rückten an, um das Feuer im Bad Hersfelder Stadtteil Petersberg unter Kontrolle zu bringen - darunter auch zahlreiche Atemschutzgeräteträger.



Wie Christian Seelig, stellvertretender Gemeindebrandinspektor Bad Hersfeld, gegenüber OSTHESSEN|NEWS erklärt, zeigte sich schnell das ganze Ausmaß der Lage: "Die Flammen haben aus der Dachhaut geschlagen." Das Feuer entstand auf dem Balkon einer Wohnung im 1. Obergeschoss des Gebäudes aus bislang ungeklärter Ursache.

Bereits beim ersten Erkunden stellten die Feuerwehrleute fest, dass insbesondere das Dachgeschoss stark betroffen war. Dichter Rauch hatte sich im oberen Bereich des Hauses ausgebreitet und erschwerte die Bedingungen für die Einsatzkräfte erheblich.

Innenangriff unter schwierigen Bedingungen

Um das Feuer gezielt zu bekämpfen, wurde ein Innenangriff gestartet. Dabei gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor. Besonders herausfordernd gestaltete sich der Einsatz im Dachboden. Die räumlichen Bedingungen waren extrem beengt, was die Löscharbeiten zusätzlich erschwerte: "Die Kameraden mussten sich ordentlich strecken, um den Brandherd zu erreichen", so Seelig.

Drehleiter und zahlreiche Kräfte im Einsatz

Neben dem Innenangriff kam auch eine Drehleiter zum Einsatz, um das Feuer von außen zu bekämpfen und den Dachbereich gezielt zu kontrollieren. Insgesamt waren rund 60 Einsatzkräfte vor Ort. Verletzt wurde niemand, der Schaden beläuft sich auf rund 250.000 Euro. Aufgrund der starken Rauchentwicklung innerhalb des betroffenen Bereiches sind die Bewohner dieser Wohnung für die Nacht in einem Hotel untergekommen.

Beteiligt waren die Feuerwehren aus der Bad Hersfelder Kernstadt sowie aus Hohe Luft-Petersberg, Solztal und Fuldatal. Insgesamt wurden 27 Atemschutzgeräteträger eingesetzt - ein deutliches Zeichen für die Intensität des Einsatzes. Im Laufe des Einsatzes wurde auch das THW Bad Hersfeld nachgefordert, um zwei Wohnungstüren zu verschließen. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden, der Ortsverband war mit fünf Helfern im Einsatz. (Constantin von Butler) +++

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