Beschwerden ohne Antwort
Probleme zwischen Hanau und Fulda: Ist der Schienenersatzverkehr überlastet?
Symbolbild: O|N / Rene Kunze
09.04.2026 / REGION -
Die Kraftstoffpreise kennen aktuell nur eine Richtung: nach oben – da ist es kein Wunder, dass auch außerhalb von Metropolregionen der Fokus immer mehr auf die öffentlichen Verkehrsmittel gerichtet wird. Doch insbesondere in solchen Ausnahmesituationen zeigt sich, wie anfällig das ÖPNV-System eigentlich ist. Die Beschwerden hinsichtlich der Überlastung des Schienenersatzverkehrs häufen sich dementsprechend.
Ein aktuelles und lokales Beispiel: Zwischen Hanau und Fulda finden seit Ende März aufgrund von Bauarbeiten am Schienennetz ein Ersatzverkehr mit Bussen statt. Immer wieder erreichen uns zu diesem Thema Leserzuschriften und Kommentare, die darüber klagen, dass ihre Verbindung ausfällt oder viel zu viel Zeit in Anspruch nimmt, um von A nach B zu kommen.
Ausfälle, Verspätungen und niemand weiß etwas?
"Nach wie vor ist der Schienenersatzverkehr auf der Strecke Hanau–Fulda eine einzige Katastrophe", startete eine Leserzuschrift an unsere Redaktion am Montagabend. Der angekündigte Ersatzbus um 19:11 Uhr traf auch nach 35 Minuten Wartezeit an der Haltestelle Neuhof in Richtung Fulda nicht ein, ganz ohne Information in der DB-Navigator-App. Auf Nachfrage bekam unser Leser nur zu hören, dass es Probleme mit dem beauftragten Busunternehmen gebe. Mehr Informationen gab es nicht.Zuständigkeits-Chaos bei Bahnbetreibern
Am Ende verwies man uns direkt weiter an die Deutsche Bahn, deren Statement aktuell noch auf sich warten lässt. Informationen zu den sich verspätenden oder ausfallenden Bussen zu bekommen, ist also ebenso schwer, wie den Verantwortlichen für den Ersatzverkehr auszumachen.