Hoffnung auf Ticket in die Heimat
Dubai-Rückkehrerin berichtet: "Plötzlich ist die Welt auf den Kopf gestellt"
Foto: Andreas Bejm
04.03.2026 / FRANKFURT/EICHENZELL -
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und insbesondere Dubai stehen seit Samstag im Zuge des eskalierenden Nahost-Konflikts unter Beschuss. Am Dienstagmorgen gegen 9 Uhr startete gemeinsam mit drei weiteren Flugzeugen ein Airbus mit Touristen, die ihren Weg nach Europa suchten. Die Passagiere sind mittlerweile angekommen und wurden mit großer Erleichterung empfangen – darunter auch eine Unternehmerin aus Eichenzell (Landkreis Fulda).
"Das macht ziemlich viel mit einem"
"Gerade so am ersten Tag, wäre ich am liebsten mit dem Auto sofort losgefahren", erzählte sie weiter, aber auch, wie ihr Mann davon abriet, weil der Weg zu weit, umständlich und gefährlich sei. Vor allem das Gefühl, nichts tun zu können, setzte ihr besonders zu. Man merkte aber, dass trotz der Angriffe die Menschen den Umständen entsprechend ruhig blieben. "Immer wenn ich Detonationen gehört habe, habe ich auch die Luft angehalten und meine Freundin angeschaut und gewartet, ob Sirenen losheulen oder alles zusammenbricht", berichtete sie. Glücklicherweise konnten die Angriffe abgefangen werden und es ging mehr oder weniger normal weiter.
Ticket nach Hause durch Tipp eines Bekannten
Natürlich hoffte man darauf, dass man evakuiert werde. Dass die Maschinen in Richtung Frankfurt, Manchester und London starten, wurde allerdings nicht öffentlich kommuniziert, um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten. "Jemand aus unserer Gruppe informierte uns, dass er einen Flug gebucht habe in Richtung Heimat. Kurz darauf informierte ich meinen Mann in Deutschland und er buchte daraufhin zwei Plätze nach Frankfurt", erzählte Ramona Kamm vom Vortag der Abreise.Natürlich sind noch viele weitere Touristen und Auswanderer in Dubai. Viele versuchen, nach Hause zu finden – andere vertrauen auf die gute Luftabwehr der Vereinigten Arabischen Emirate und fühlen sich sicher. Wie es im Nahen Osten und vor allem mit den Menschen vor Ort weitergeht, steht aktuell noch in den Sternen – die Hoffnung auf ein gutes Ende besteht allerdings weiterhin. (Philipp Gerhard)+++