Hessen-Regent fordert Militärstärke
Frankreich rüstet nuklear auf: Boris Rhein (CDU) stellt sich hinter Macrons Pläne
Archivfotos: O|N / Carina Jirsch
03.03.2026 / REGION -
Frankreich will sein Atomarsenal ausbauen – und Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) stellt sich hinter diesen Kurs. Exklusiv gegenüber OSTHESSEN|NEWS hat sich Rhein zu den Plänen aus Paris geäußert. Während Präsident Emmanuel Macron auf dem Marinestützpunkt Île Longue nahe Brest die Erhöhung der Atomsprengköpfe ankündigte und gemeinsame Atom-Militärübungen mit Deutschland in Aussicht stellte, bewertet Rhein diesen Schritt als klares Signal für Europas Sicherheit.
Macron begründete die Entscheidung mit einer verschärften weltweiten Bedrohungslage. Frankreich müsse seine Abschreckung glaubhaft halten. Als einzige Atommacht der EU verfügt das Land über rund 290 Sprengköpfe sowie atomwaffenfähige U-Boote und Kampfjets. Erste Schritte der Zusammenarbeit mit Deutschland sollen noch in diesem Jahr beginnen.
Rhein fordert mehr militärische Stärke für Deutschland und Europa
Für Rhein ist die Richtung eindeutig. "An eigener militärischer Stärke führt für Deutschland und Europa kein Weg vorbei", erklärte der CDU-Politiker. Die sicherheitspolitische Realität habe sich verändert. "Glaubwürdige Abschreckung und starke Rüstung sind wieder entscheidende Faktoren für Frieden, Stabilität und Wohlstand."Für Rhein steht deshalb fest: "Wir sollten die ausgestreckte Hand Frankreichs ergreifen."
Der französische Präsident selbst spricht von einer notwendigen Modernisierung der Abschreckung, betont jedoch, es gehe nicht um einen neuen atomaren Rüstungswettlauf. Klar ist: Die Debatte über nukleare Sicherheit und Europas Verteidigungsfähigkeit hat nun auch in Deutschland spürbar an Schärfe gewonnen. (Constantin von Butler) +++Foto: wikimedia/gov.si
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