Delegierte sprechen Klartext

Starker Merz, starkes Osthessen: CDU sendet eindeutiges Signal in die Region

Beim 38. CDU Bundesparteitag in Stuttgart (von links): Landtagsabgeordneter Sebastian Müller; Bundestagsabgeordneter Michael Brand; Patricia Fehrmann, Fraktionsvorsitzende der CDU-Fulda; Erster Kreisbeigeordneter und Fuldas Vize Landrat, Frederik Schmitt; Landtagsabgeordnete Stefanie Klee und Eichenzells Bürgermeister, Johannes Rothmund
Foto: Privat

20.02.2026 / STUTTGART/REGION - Die CDU hat beim 38. Bundesparteitag in Stuttgart ihren Vorsitzenden Friedrich Merz mit einem überwältigenden Ergebnis wiedergewählt. Mit 878 Ja-Stimmen erzielte Merz 91,17 Prozent Zustimmung. Damit sendet die Partei ein deutliches Signal der Geschlossenheit, gerade im Hinblick auf die bevorstehenden Wahlen in Osthessen und deutschlandweit.



Merz, der bereits zum dritten Mal den Parteivorsitz übernimmt, nutzte seine Rede, um sowohl den Kurs der Regierung zu verteidigen als auch Reformbedarf klar zu benennen. "Wir sind Zeitzeugen eines epochalen Wandels der Weltordnung. Draus folgt: Wir müssen neue Prioritäten setzen. Hierzu braucht es Mut und Verantwortungsbereitschaft", betonte Merz vor den Delegierten. Er forderte eine konstruktivere Zusammenarbeit innerhalb der Koalition: "Wir müssen heraus aus dem Zustand, dass ein Koalitionspartner Vorschläge macht, die der andere ritualhaft zurückweist. Beide müssen da heraus." Gleichzeitig stellte Merz klar, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen bleibt.

"Ich möchte mir ein Deutschland ohne Merz nicht vorstellen"

Hessens Ministerpräsident Boris Rhein eröffnete seine Ansprache beim 38. CDU-Bundesparteitag in Stuttgart mit klaren Worten zur Bedeutung der Union für Osthessen und das ganze Land: "Wir stehen vor einem großen Wahljahr. Die Wahlen können ein Hochfest der Demokratie werden – doch es wird nur mit einer starken Union als führender Kraft funktionieren." Rhein betonte dabei die Stabilität, die die CDU ausstrahlt, und die Notwendigkeit, Probleme offen zu diskutieren und zu lösen – gerade auch für die Menschen in Osthessen.

Boris Rhein hob die Rolle der CDU als verlässliche Kraft hervor: "Ich will es ganz klar sagen: Ich möchte mir in dieser Zeit nicht vorstellen, ein Deutschland ohne Merz zu haben. Deutschland ist wieder zurück: Spieler und nicht mehr Spielball." Rhein verwies im Zuge dessen auf die deutlich zurückgegangene illegale Migration, erste wirtschaftliche Wachstumsmaßnahmen, die Senkung der Gastrosteuer, die Erhöhung der Pendlerpauschale sowie die Einführung der neuen Wehrpflicht. All dies sei das Ergebnis harter Arbeit gewesen, die der Bundeskanzler wirksam umgesetzt habe.

"Nur wenn wir Dinge offen ansprechen, können wir Probleme lösen. Die Ängste müssen debattiert werden – in der Mitte. Wir müssen Probleme offen diskutieren und lösen." Für Deutschland sei diese Klarheit entscheidend: "Friedrich Merz ist der Klartextkanzler. Wir sind die letzte verbliebene Volkspartei. Lasst uns gemeinsam Deutschland nach vorne bringen."

Michael Brand lobt mutige Ansprache

Auch aus Osthessen kommt direkt klare Zustimmung: Bundestagsabgeordneter Michael Brand lobte die Rede Merz’ als mutig und umfassend: "Dabei war wichtig, dass er nicht Skepsis und Angst skizziert hat, sondern im Gegenteil zum Anpacken aufruft und mutige Perspektiven und Ziele ausgibt. Optimismus und Einsatzbereitschaft sind die Voraussetzungen dafür, dass wir aus der Krise herauskommen und Deutschland und Europa in diesen turbulenten Zeiten sicher sind."

Unterstützung für den Kanzler in herausfordernden Zeiten

Stefanie Klee, Landtagsabgeordnete, sieht die Wiederwahl als wichtiges Signal: "Ein Ergebnis im Bereich der 90-Prozent-Marke wäre ein starkes Signal der Geschlossenheit, das unsere Partei in diesen herausfordernden Zeiten dringend braucht. Wir stehen fest hinter unserem Kanzler, damit er den eingeschlagenen Kurs für Deutschland konsequent weiterverfolgen kann."

Merz-Bestätigung und Signal der Geschlossenheit

Der Parteitag diente nicht nur der Bestätigung von Merz, sondern auch als Auftakt für das Wahljahr 2026. Landtagsabgeordneter Sebastian Müller erklärte: "Der Parteitag sollte ein Signal der Geschlossenheit aussenden. Mir persönlich ist wichtig, die Interessen der Menschen unserer Region einzubringen. Ein besonderer Fokus für mich liegt auf Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und Familienfreundlichkeit."

Osthessen profitiert von positiven Signalen aus Stuttgart

Patricia Fehrmann, Fraktionsvorsitzende der CDU Fulda, lobte die Wiederwahl von Friedrich Merz als klares Signal für Stabilität und Geschlossenheit. Sie betonte die Führungsstärke der CDU in Verteidigungs- und Sicherheitspolitik sowie die Bedeutung einer starken Wirtschaft: "Der Parteitag stellt klar, dass Reformen dringend notwendig sind, denn der Standort Deutschland braucht eine starke Politik für Industrie, Mittelstand und Handwerk. Nur eine starke Wirtschaft schafft Arbeitsplätze und sichert unseren Wohlstand."

Für Osthessen sei dies besonders relevant: Die CDU Fulda wolle die positiven Signale aus Stuttgart nutzen, um die Interessen der Region in den kommenden Kommunal- und Landtagswahlen zu vertreten. "Die CDU ist geschlossen und steht eng zusammen. Ein guter Parteitag in Stuttgart und eine starke Union ist Voraussetzung, um die anstehenden Landtagswahlen und auch die Kommunalwahl in Hessen zu gewinnen", so Fehrmann.

Schwerpunkte: Sicherheit, Wirtschaft und Zusammenhalt

Frederik Schmitt, Erster Kreisbeigeordneter und Vize-Landrat von Fulda, stellte den Leitgedanken des Parteitags in den Mittelpunkt: Verantwortung verpflichtet. Für ihn umfasst das sowohl die Sicherheit Deutschlands in einer unsicherer werdenden Welt als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft, die Grundlage für Wohlstand und Arbeitsplätze bildet. Schmitt hob hervor, dass gerade Osthessen von einer starken, geschlossenen CDU profitiert: "Verantwortung für Deutschlands Freiheit und Sicherheit ist in einer unsicherer werdenden Welt genauso entscheidend wie Verantwortung für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft als Grundlage für unseren Wohlstand."

CDU-Handschrift sichtbar in schwierigen Zeiten

Johannes Rothmund, Bürgermeister von Eichenzell, hob den regionalen Bezug hervor: "Friedrich Merz hat eine handlungsfähige Bundesregierung und Koalition gebildet, die eine deutliche CDU-Handschrift trägt. In nicht einfachen Zeiten führt er Deutschland verantwortungsvoll, verlässlich und international wahrnehmbar." Auch er betonte die Bedeutung einer nachhaltigen Finanz- und Sozialpolitik: "Noch mehr Bedeutung hat aus meiner persönlichen Sicht auch das Bekenntnis zum Prinzip der Konnexität und die Einsicht, dass die fortlaufende Steigerung von Standards durch Bund und Land zu einer Überforderung der kommunalen Familie führen wird."

Der Parteitag in Stuttgart setzt ein klares Zeichen: Die CDU ist geschlossen, die Führung stark, und Osthessen ist bereit, mit Rückenwind in die anstehenden Kommunal- und Landtagswahlen zu gehen. (Constantin von Butler) +++

X