Unfallbilanz der Polizei
Nach Schneefall-Belastungsprobe wird's trüb - Winter hält Osthessen fest im Griff
Nach dem Schnee-Chaos beruhigt sich die Lage wieder in den kommenden Tagen.
Symbolfoto: O|N/Carina Jirsch
04.02.2026 / REGION -
Nach dem winterlichen Ausnahmezustand am Dienstag kehrt in Osthessen langsam wieder Ruhe ein. Zwar liegt die Region weiterhin unter einer dichten Schneedecke, doch die Wetterlage entspannt sich mit Blick auf die kommenden Tage. Auf OSTHESSEN|NEWS-Anfrage erklärt ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst (DWD): "Mittwoch und Donnerstag bleibt es in Summe ziemlich wolkenverhangen und neblig - aber trocken. Mit Niederschlag ist erstmal nicht zu rechnen."
Rückblick: Am Dienstag sorgte starker Schneefall für gefährliche Straßenverhältnisse. Der Verkehr kam vielerorts zum Erliegen. Auf den Autobahnen staute es sich mehrere Kilometer (O|N berichtete). Die Rettungskräfte hatten alle Hände voll zu tun. Insgesamt habe es im Zeitraum von Dienstag, 15 Uhr bis Mittwoch 19 Uhr, im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidium Osthessens 72 Verkehrsunfälle gegeben, die überwiegend auf die winterlichen Straßenbedingungen zurückzuführen seien. Diese Bilanz zieht Pressesprecher Jonas Trabert gegenüber O|N.
So führte Glatteis im Fuldaer Stadtgebiet zu einem Unfall mit drei Fahrzeugen. Zwei Personen wurden dabei leicht verletzt. Auch an der K163 Neuhof in Richtung Flieden krachte es. Gegen 18:58 Uhr gab es aufgrund der Witterungsverhältnisse einen Einsatz für die Feuerwehr Neuhof unter dem Stichwort "Glas und Öl nach VU". Auf Facebook heißt es dazu: "Beim Eintreffen an der Einsatzstelle wurden die Fahrzeuginsassen bereits durch den Rettungsdienst versorgt. Nach der Absicherung der Einsatzstelle nahmen wir ausgelaufene Betriebsstoffe auf und leuchteten den Bereich aus." Ein besonders tragischer Unfall ereignete sich ebenfalls in der Kaligemeinde Neuhof auf der L3181. Für einen 51-jährigen Kastenwagenfahrer endete der Zusammenstoß mit einem Sattelzug tödlich.
Wetterlage entspannt sich in der zweiten Wochenhälfte
Am Mittwoch gilt nach wie vor Vorsicht: "Hier und da kann es immer noch glatt sein", so der DWD-Meteorologe. Die Temperaturen steigen im Tagesverlauf auf maximal 3 Grad. Wichtig sei eine angepasste Geschwindigkeit an die entsprechenden Witterungsverhältnisse. Bei Nebel sollten Verkehrsteilnehmer das Licht-Einschalten nicht vergessen. Der Donnerstag sieht ähnlich aus. Die Höchstwerte bewegen sich hier um die 0 Grad. "Schnee oder Regen ist bis zum Wochenende erstmal nicht in Sicht. Es stehen uns eher trübe Tage bevor. Ab und zu kann es aber mal Auflockerungen mit etwas Sonnenschein geben." Vielleicht zeigt sich der Winter ja zwischendurch doch nochmal von seiner freundlichen Seite. (mkr) +++