Nachts in eisiger Kälte
Navi führt in den tief verschneiten Wald: Feuerwehr rettet hilflosen Audi-Fahrer
Fotos (3): Feuerwehr Niederaula
05.02.2026 / NIEDERAULA -
Sich blind auf sein Navigationsgerät zu verlassen, ist manchmal keine gute Idee: Das wird jetzt auch der Autofahrer sagen, welcher in der Nacht zum Mittwoch im tiefverschneiten Wald unterhalb der Mengshäuser Kuppe bei Niederaula (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) gestrandet ist.
Soweit, so logisch. In der Dunkelheit, noch dazu der Schnee und die entsprechenden Beeinträchtigungen machten die Reise sicher nicht angenehmer. Irgendwie hat ihn sein Navigationsgerät dann in den Wald geschickt. Als es nicht mehr vor und zurück geht, setzt er richtigerweise einen Notruf ab.
"Wir sind den Hauptweg von Mengshausen Richtung Kruspis hochgefahren. Das war die einzige Möglichkeit. Unterhalb des Höhenkamms halten sie an und entdecken etwa 150 Meter vom Weg entfernt Lichter eines Fahrzeugs. Der Mann war mit seinem Audi Q3 auf einem Holzrückeweg "gestrandet". Die beiden Einsatzkräfte hatten die Koordinaten seines genauen Standortes erhalten.
"Wir waren innerhalb von zwei Stunden ausgebucht"
Glücklich über die Hilfe mitten in der eisigen Nacht ließ er sein Auto zurück und fuhr mit den beiden Feuerwehrführungskräften nach Niederaula. Doch wohin? Die umliegenden Hotels waren alle voll. Wegen des Schnees kamen einige Reisende auf die sinnvolle Idee, ihre Fahrt abzubrechen und lieber in einem Hotel zu übernachten.Für den Mann von der Mengshäuser Kuppe wurde eine Notlösung gefunden. "Trotz aller Bemühungen konnten wir kein Hotel finden. Wir haben ihn dann nach Bad Hersfeld in einen Autohof gebracht, dort hatte er es zumindest warm und konnte einen Kaffee trinken", sagt Schenk.
Appell der Führungskräfte
Er appelliert: "Verlassen Sie sich bitte nicht nur auf Ihr Navigationsgerät, seien Sie bitte umsichtig." Solch eine Situation kann gefährlich enden. Was, wenn es keinen Handyempfang gibt, wenn keine Hilfe erreichbar ist. Bei der aktuellen Kälte kann dies schnell lebensgefährlich werden. In dem Fall waren es einmal mehr die Kameraden der Feuerwehr, die rund um die Uhr zur Stelle sind. (Hans-Hubertus Braune) +++