Erste Musik-Ausstellung im Vonderau Museum

Echokabinet von Frank Tischer: Begehbare Klangausstellung zum Mitmachen

Echokabinet von Frank Tischer: Begehbare Klangausstellung zum Mitmachen
Foto: privat

04.02.2026 / FULDA - In Fulda und weit darüber hinaus muss man ihn nicht mehr vorstellen: Frank Tischer, Musiker, Komponist, Songwriter und Arrangeur, ist durch viele Auftritte und musikalische Projekte in der Region weithin bekannt und beliebt. Jetzt bekommt er sogar eine eigene Ausstellung im Fuldaer Vonderau Museum. Der Leiter des Museums, Dr. Frank Verse, erklärt dazu, es sei das allererste Mal, dass Klang und Musik thematisiert und Frank Tischer der erste Musiker ist, der in der 150-Jahre dauernden Geschichte des Museums eine eigene Ausstellung bekommt.



Das Echokabinet ist die Erfüllung eines langjährigen Traums: Der Fuldaer Musiker Frank Tischer erschafft darin eine faszinierende Ausstellung rund um Musik und Klang. Ein Highlight der Ausstellung: Die Installation läuft in beeindruckender Quadrophonie – und die Besucher können das Klangerlebnis aktiv mitgestalten. In der Decke des Echokabinetts sind Mikrofone verborgen, die Rufe, Singen, Klatschen, Geräusche jeder Art sofort in ein Echo verwandeln und nahtlos in die laufende Performance einfließen lassen. Die Besucher können ihren Moment in dem Echokabinett somit akustisch mitgestalten und verwandeln ihn in einen zeitlich begrenzten – und damit einzigartigen –
Klangmoment.

Tischers Projekt nimmt die Besucher mit in eine Klangwelt, zu realen wie auch imaginären Orten. Er führt sie an das Mittelmeer, lässt sie in einen "Cosmic Ocean” schweben, auf Bahnhöfen in England und Deutschland stehen und in einem Straßencafé in Spanien Platz nehmen. Sie verweilen in Kirchen und Kathedralen in Frankreich und Italien, erleben die vier Winde der Erde, stehen in einer Tropfsteinhöhle, wandeln auf einem Gipfel der Anden durch Machu Picchu und fahren in einem imaginären Aufzug nach "unten” und landen in dem ruhenden Auge eines Sturmes.

Man könnte diese "Reise” als eine Abfolge von Traumstationen beschreiben, intensiviert durch Tischers klangliche und musikalische Bearbeitung. Ein zentrales Stilmittel ist dabei das "Echo”, welches den Aufenthalt im Echokabinett in ein imaginäres Erlebnis verwandelt – eine hörbare Fata Morgana. Alles, was in dieser Ausstellung erlebt wird, lässt sich unter dem Oberbegriff des Echos zusammenfassen - und zwar nicht nur im akustischen, sondern auch visuellen Sinne, denn zwei Videoinstallationen greifen das Thema ebenfalls auf. Das "Echo” ist untrennbar mit dem Faktor "Zeit” verbunden: Es ist die zeitverzögerte Wiedergabe eines Lautes – oder eines Bildes, eines Signals, einer Erinnerung. Ohne "Zeit” kein Echo”.

"Ich freue mich riesig und fühle mich geehrt, dass ich meine erste Ausstellung im Vonderau Museum ankündigen darf", sagt Tischer. Die Vernissage – mit kleinem Konzert – ist am 18. Februar, der Eintritt ist frei, die Exposition ist bis zum 31. Mai 2026 geöffnet. (pm/ci)+++

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