Er wollte seine Frau retten!

Heldentat endet tödlich: DRK Fulda-Helfer verstirbt am Meer auf Mallorca

Tragisches Unglück auf Malle: Rettungskräfte kämpften am Strand fast eine Stunde lang um das Leben von Norbert Z. (†67).
Foto: facebook.com/DRKBereitschaftFulda

02.12.2025 / FULDA - Eine Heldenaktion, die ein Rotkreuz-Retter mit seinem Leben bezahlte! Ein Urlaubstag am Strand von Son Bauló (Mallorca) endet tragisch: Norbert Z. (†67) aus Hessen verliert sein Leben, als er versucht, seine in Not geratene Lebenspartnerin vor dem Ertrinken zu retten. Während die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus gebracht wird, kämpfen Rettungskräfte fast eine Stunde lang um das Leben des Mannes - vergeblich. Besonders betroffen zeigt sich das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Fulda: Der Verstorbene war ein engagierter Helfer - sein "letzter Einsatz" löst jetzt bundesweit Trauer aus.



Rückblick: Der dramatische Vorfall ereignete sich bereits Anfang Oktober 2025 am Strand von Son Bauló im Nordosten Mallorcas, nahe Santa Margalida. Dort war die 47-jährige Frau des Mannes im Meer in Schwierigkeiten geraten: ein Moment, der alles veränderte. Der 67-Jährige sprang sofort ins Wasser, getrieben von der puren Angst um einen geliebten Menschen. Strömung und Wellen machten den Rettungsversuch schnell zu einem Kampf gegen die Natur. Andere Strandbesucher bemerkten die Szene, eilten zu Hilfe und zogen das Paar schließlich gemeinsam aus dem Wasser. Der alarmierte Rettungsschwimmer eines nahe gelegenen Hotels traf ebenfalls rasch ein und begann umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen - auch ein Defibrillator kam zum Einsatz.

"Unser Helfer hat sein Leben gegeben, um seine Frau zu retten. Ein selbstloser Einsatz, der höchsten Respekt verdient. Dieses Handeln steht sinnbildlich für die Werte des Deutschen Roten Kreuzes: Hilfe leisten, wo sie gebraucht wird - auch unter schwierigsten Umständen", erklärte Christian Erwin, Kreisbereitschaftsleiter des DRK Kreisverbands Fulda und stellvertretender Landesbereitschaftsleiter im DRK Landesverband Hessen, auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS.

Eine Stunde Kampf ums Leben - ohne Erfolg

Während die schwer verletzte Frau ins Krankenhaus gebracht wurde, lag der Fokus der Retter am Strand auf dem Mann. Fast eine Stunde lang wurde - ohne Unterbrechung - versucht, sein Leben zu retten: Herzmassage, medizinische Geräte, alles, was möglich war. Trotz der enormen Anstrengungen konnte er nicht wiederbelebt werden.

Die mallorquinischen Einsatzkräfte sind es gewohnt, schnell und professionell zu handeln - doch an diesem Abend reichte es nicht. Die Polizei rückte ebenfalls an, um den Ablauf zu dokumentieren und Angehörige zu betreuen.

Tiefe Trauer im Deutschen Roten Kreuz

Ein Mann, der sich für die Gesellschaft bei vielen Sanitätsdiensten eingesetzt hat und nun bei einem Rettungsversuch sein eigenes Leben verlor. Erwin äußerte sich zutiefst betroffen - die Anteilnahme innerhalb der Organisation ist weiter groß. Gegenüber OSTHESSEN|NEWS ergänzte der DRK-Funktionär: "Wir sind tief erschüttert vom tragischen Tod eines sehr engagierten Helfers innerhalb des DRK Fulda. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren."

Gefahr im Herbst - Warnung vor unbesetzten Stränden

Wie auf Mallorca üblich, sind viele Strände im Oktober nicht mehr durch Rettungsschwimmer besetzt. Medien vor Ort erinnern daher daran, die Gefahrenlage im Herbst keinesfalls zu unterschätzen. Wellen, Strömungen und fehlende Sicherungsposten machen das Baden in dieser Jahreszeit riskant. Urlauber sollten daher besonders vorsichtig sein und sich nicht zu weit vom Ufer entfernen.

Das Handeln von Norbert Z. war getrieben von Liebe - und von der Bereitschaft, sich selbst in Gefahr zu bringen, um einen geliebten Menschen zu schützen. Ein Einsatz, der überall Anteilnahme und tiefen Respekt auslöst - nicht nur im Deutschen Roten Kreuz, sondern weit darüber hinaus. (Constantin von Butler) +++

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