Grundstein gelegt

VR-Bank investiert drei Millionen Euro in neues Gesundheitszentrum

Spatenstich für das neue Gesundheitszentrum in Friedewald
Fotos: Moritz Rös

03.10.2025 / FRIEDEWALD - Darauf haben die Menschen in Friedewald (Landkreis Hersfeld-Rotenburg) und Umgebung schon einige Jahre gewartet. In der Ortsmitte des Kernortes der Dreienberggemeinde entsteht ein Gesundheitszentrum. Unter anderem sollen dort eine Arztpraxis und die Mitarbeiter vom Pflegeblitz einziehen. Im Obergeschoss gibt es weitere Räumlichkeiten und eine Wohnung.



Mit der feierlichen Grundsteinlegung am Mittwochvormittag startet das Gesundheitszentrum Friedewald nun sichtbar in seine nächste Bauphase. Der Neubau im Herzen der Gemeinde markiert einen entscheidenden Schritt für die zukünftige medizinische Versorgung in der Gemeinde. Nach einer intensiven Planungsphase sowie engen Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem VR-Bankverein Bad Hersfeld-Rotenburg, einer Zweigniederlassung der Volksbank Mittelhessen eG, nimmt das Projekt konkret Gestalt an.

"Der Wunsch wird sichtbare Realität, was über viele Jahre hinweg als Idee in den Köpfen und als Vision in Plänen existierte, nimmt nun konkret Gestalt an. Und wir alle, die wir heute hier versammelt sind, können miterleben, wie aus dieser Vision ein hoffentlich zukunftsweisendes Bauwerk werden wird, das die medizinische Versorgung hier in der Region auf Dauer sichern wird", sagte der Generalbevollmächtigte Hartmut Apel vom VR-Bankverein.

Wenn alles nach Plan läuft, soll das Gesundheitszentrum in rund zwölf Monaten seiner Bestimmung übergeben werden. "Im Erdgeschoss wird dann die Arztpraxis und die Gemeinschaft von Dr. med. Felis Ferat und Hendrik Meiß einziehen, auf 225 Quadratmetern moderne Räume vorfinden. Im ersten Obergeschoss wird der Pflegeblitz auf über 220 Quadratmetern dann sein Angebot erweitern können. Wir haben im Obergeschoss weitere 118 Quadratmeter für eine Gewerbeeinheit. Wir stellen uns am liebsten vor, an eine ergänzende gesundheitliche Einrichtung, die eben das Angebot abrunden kann, vermieten zu können. Daneben wird eine 90 Quadratmeter große Wohnung entstehen", sagte Apel weiter.

Aus Flach- wird ein Satteldach

Er dankte allen beteiligten Partnern und Planern sowie den Baufirmen für die bereits geleistete Arbeit. Ein wenig Verzögerung gab es, weil die ursprünglichen Planungen ein Flachdach vorgesehen haben, das Denkmalschutzamt hat aber sein Veto eingelegt. Dies sei an dieser Stelle nicht möglich. Also wurde umgeplant, nun wird es ein Satteldach geben. "Dann feiern wir eben in wenigen Monaten ein Richtfest", sagte der Generalbevollmächtigte. Man müsse aus jeder Sache eben das positive herausziehen.

Seit der Unterzeichnung der Mietverträge Ende Februar hat sich das Projekt zügig entwickelt: Das Architekturbüro Dietz aus Bad Hersfeld, verantwortlich für die Planung und das Konzept, reichte den Bauantrag ein. Die Baugenehmigung wurde am 26. Juni erteilt, im August folgte der Vertrag mit dem Generalübernehmer RECONA Holding GmbH. Bereits seit dem 10. September laufen die Bauarbeiten. Das Gelände wurde vorbereitet, Teilgebäude abgerissen und die Baugrundarbeiten durchgeführt. Derzeit erfolgt der Einbau der Entwässerung und Grundleitungen sowie die Vorbereitung der Bodenplatte.

Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde

"Heute legen wir nicht nur einen Grundstein für ein Gebäude, sondern setzen auch einen kleinen Baustein für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde. Als Genossenschaftsbank stehen wir für Verantwortung und nachhaltige Investitionen in die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Mit diesem Projekt sichern wir die ärztliche Versorgung und stärken Friedewald als attraktiven Lebens- und Arbeitsstandort", erklärte Apel in seiner Ansprache weiter.

Bürgermeister Julian Kempka hob die Bedeutung des Projektes für die Gemeinde hervor: "Es wurde schon viele Jahre über ein solches Gebäude diskutiert – nun wird es mitten in Friedewald Wirklichkeit: ein modernes Gesundheitszentrum, das die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum langfristig sichert. In Zeiten, in denen Kommunen um die Bindung von Hausärzten ringen, erfüllt es mich mit Stolz, dass wir dies in dieser Form gemeinsam erreicht haben." (Hans-Hubertus Braune) +++

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