HSV vor Duell gegen Türk Gücü Friedberg

Helmke zieht Fazit nach zehn Spieltagen - "Müssen Grenzen verschieben"

Jemal Kassa im Dribbling beim letzten Heimspiel des HSV.
Fotos: Charlie Rolff

03.10.2025 / HÜNFELD - Der Hünfelder SV hat nach zehn Spieltagen ein echtes Ausrufezeichen gesetzt: Platz vier in der Lotto-Hessenliga! Vor ihnen thronen lediglich Spitzenreiter Eddersheim sowie die Bundesliga-Reserven von Darmstadt 98 und Eintracht Frankfurt - ein Beleg für die starke Saisonleistung der Hünfelder.



Dennoch musste der HSV am vergangenen Freitag im Duell mit der Eintracht-Reserve eine 0:2-Niederlage hinnehmen. Ein Rückschlag, der jedoch nicht lange nachwirken soll. Denn schon am kommenden Spieltag wartet die nächste Herausforderung: Türk Gücü Friedberg.

"Wir müssen an die Grenzen gehen - und darüber hinaus"

Rückblickend auf das Frankfurt-Spiel zeigt sich Trainer Johannes Helmke im Gespräch mit O|N kämpferisch:
"Die Eintracht spielt aktuell in einer eigenen Liga. Wir haben die frühen Rückschläge gut verarbeitet und eigentlich eine ordentliche Partie abgeliefert - am Ende war es trotzdem nicht genug."

Eine Botschaft, die er sich auch von der großen Eintracht leiht: Nach dem Champions-League-Debakel gegen Atlético Madrid sagte SGE-Coach Dino Toppmöller: "Wir sind hier an eine Grenze gestoßen. Doch Grenzen kann man verschieben." An diesem Gedanken will sich auch der HSV-Trainer orientieren - und mit seiner Mannschaft die eigenen Grenzen verschieben. Schon gegen Friedberg könnte der nächste Schritt folgen.

"Wir haben uns in den Erwartungen bestätigt"

Nach zehn Spieltagen zieht HSV-Coach Johannes Helmke ein erstes Zwischenfazit - und das klingt durchaus zufrieden:
"Wenn man die Tabelle betrachtet, ist es wirklich gut, wo wir aktuell stehen." Doch der Trainer verschweigt auch die Kehrseite nicht: "Zur Wahrheit gehört aber, dass wir aus den letzten vier Partien lediglich einen Punkt geholt haben."

Die Bilanz zeigt: Nur einmal präsentierte sich der HSV deutlich unter seinen Möglichkeiten - bei der 0:4 Heimpleite gegen den SV Hummetroth (O|N berichtete). "Das war die einzige schlechte Leistung in dieser Phase, die anderen Spiele waren in Ordnung", so Helmke. Ein Beleg dafür, wie hoch die Qualität in der Hessenliga ist.

Doch nach hängenden Köpfen sieht es beim HSV keineswegs aus. Im Gegenteil: Der Blick richtet sich schon auf die nächste Aufgabe. Am Samstag wartet Türk Gücü Friedberg - ein Gegner, der die Ausgeglichenheit der Liga verdeutlicht. Helmke erklärt: "Friedberg hat vergangene Saison sehr stark gespielt, steht nun aber nur auf Rang zwölf." Personelle Probleme erschwerten den Start, doch pünktlich zum Duell mit Hünfeld könnte ausgerechnet Ex-Profi und Torjäger Noah Michel zurückkehren - ein echtes Pfund für die Gäste.

Für die Fans bedeutet das: Bühne frei für ein hochklassiges Hessenliga-Duell in der Rhönkampfbahn. Anpfiff ist am Samstag um 15 Uhr - und die Mannschaft setzt auf zahlreiche Unterstützung von den Rängen. Vielleicht gelingt dann die ersehnte Trendwende mit einem Happy End für den HSV.(nk)+++

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