Von München aus in die Welt

Im Jahre 1810 fing alles an: Ein Pferderennen gilt als Ursprung der Oktoberfeste

Festbetrieb auf der "Oidn-Wiesn" in München bei der Schützenlisl
Foto: München Tourismus Jan Saurer

03.10.2025 / REGION - Herbstzeit ist Oktoberfestzeit - draußen in der Natur verfärben sich die Blätter und drinnen in den Festzelten und Hallen präsentieren viele Menschen ihre Lederhosen oder Dirndl. Ein Abend, eine Nacht oder vielleicht auch das ganze Wochenende tauchen sie ein in die wunderbar friedliche, zünftige und ausgelassene Atmosphäre.

In Fulda steigt am Freitag und Samstag das beliebte Esperanto-Oktoberfest. Seit vielen Jahren zieht es das Volk aus der Region an. Ein paar schöne Stunden mit leckeren Getränken, typischen Speisen und dazu die passende Stimmungsmusik, dann ist das Oktoberfest perfekt.

Doch woher stammt der Begriff, wo sind die Ursprünge zu finden?



Natürlich in München. In der bayerischen Landeshauptstadt wird das Original gefeiert. "Anlässlich der Hochzeit von Kronprinz Ludwig von Bayern und Prinzessin Therese am 12. Oktober 1810 fanden in München zahlreiche private und öffentliche Feiern statt, darunter ein Pferderennen am 17. Oktober. Auf dieses geht das Oktoberfest zurück", schreibt "Wikipedia" zur Entstehung des Festes.

Es ist mittlerweile das größte Volksfest der Welt und zieht jährlich rund sieben Millionen Menschen auf die Theresienwiese. Besonders die Festzelte sind ein beliebter Treffpunkt. 14 große und 21 kleine Festzelte finden sich auf dem Areal. Dazu natürlich ein riesiger Vergnügungspark. Wer es etwas ruhiger und traditioneller mag, für den sind die "Oide Wiesn" mit insgesamt drei Festzelten die bessere Wahl.

Eine ganze Region profitiert vom Rummel

Natürlich sind die Wiesn ein kaum vorstellbarer wirtschaftlicher Faktor, nicht nur für die Festzeltbetreiber, die Brauereien und Schausteller. Die Gastronomie, die Hotels und der Einzelhandel in der gesamten Region profitiert vom Mega-Oktoberfest. Im vergangenen Jahr habe der Wirtschaftswert der Wies laut einem Artikel von BR24 rund 1,48 Milliarden Euro betragen.

Über die Jahre haben sich weltweit Feste nach dem Erfolgsmodell Lederhosen, Dirndl, Haxe und Festbier etabliert. In Deutschland gilt das Volksfest in Hannover als zweitgrößtes Oktoberfest. Aber auch in den ländlichen Regionen, in den Kneipen und Vereinshäusern wird gerne zu zünftiger Musik gefeiert.

Wieso auch nicht? Einfach mal für ein paar Stunden der realen Welt entfliehen, die Klamotten aus dem Schrank holen und ab aufs Oktoberfest. Einen Zusammenhang zur Kleidung und dem Oktoberfest gibt es wohl eher nicht. Vielmehr verkörpert die Kluft die typisch bayerischen Tugenden wie Gemütlichkeit, Tradition und Kultur. (Hans-Hubertus Braune) +++

Außenansicht Hofbräu Festzelt auf der Wies in München
Foto: München Tourismus Tommy Loesch

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